Ober-Grafendorf

Erstellt am 04. Dezember 2018, 03:55

von Nadja Straubinger

Pfarrer Emeka Emeakaroha zu Gast bei Stöckl. Pfarrer Emeka Emeakaroha war zum erstem Mal im TV zu sehen. Über seine Hilfsprojekte in Nigeria wurde Moderatorin Barbara Stöckl auf ihn aufmerksam.

Pfarrer Emeka Emeakaroha diskutierte bei Barbara Stöckl mit Box-Weltmeisterin Eva Voraberger, Musiker Willi Resetarits sowie Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.  |  ORF/Hans Leitner

Seit 23 Jahren lebt Pfarrer Emeka Emeakaroha in Österreich, ist aber sehr mit seiner Heimat Nigeria verbunden. Als „Brückenbauer der Kulturen“ lud ihn Barbara Stöckl zu ihrem Diskussionsformat „Stöckl“ ein. „Es war mein erster Fernsehauftritt“, freut sich Emeakaroha, der sich vor der Aufzeichnung länger mit Willi Resetarits unterhalten hat.

Eingeladen wurde er, weil Stöckl über sein Buch „Erfahrungen eines Afrikaners in Österreich“ auf die Projekte des Pfarrers von Ober-Grafendorf und Weinburg aufmerksam geworden ist. „Ich fliege zwei Mal im Jahr mit Österreichern nach Nigeria, das hat sie beeindruckt“, berichtet Emeakaroha. Im Sommer sind es die Pateneltern für die Schüler seiner Schule, mit denen er in sein Heimatdorf reist. „Menschen mit einem Patenkind sehen Afrikaner ganz anders und sind viel interessierter“, sagt der Pfarrer. Oft unterstützen die Paten die Kinder nicht nur mit den 100 Euro Schulgeld im Jahr, sondern schreiben auch Briefe zum Geburtstag.

Für Emeakaroha war es leicht, Kontakte in Österreich zu knüpfen. „Erster Schritt sollte es sein, die Sprache zu lernen und auf andere zuzugehen“, so der Pfarrer. Viel häufiger trifft man dann auf freundliche Menschen, als auf Fremdenfeindlichkeit. Bei Barbara Stöckl berichtete er über die unterschiedliche Gestaltung der Messen in Afrika und Österreich, über den großen Wert von Bildung und den respektvollen Umgang mit Älteren.

Die Sendung kann man sich noch bis Donnerstag in der Mediathek des ORF anschauen.