Erstellt am 17. Januar 2017, 05:08

von Lisa-Maria Seidl

Spaß oder Ärgernis? Raketen stören Bürger. Silvester-Feuerwerke verärgerten Einwohner. Sie fordern Pyrotechnik-Verbot, Ortschef denkt über Kompromiss nach.

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Schon zwei Wochen nach dem Jahreswechsel ist die nächste Silvesternacht in Diskussion: Ein Feuerwerksverbot im Gemeindegebiet wird überlegt.

In der Silvesternacht wurden auch über Ober-Grafendorf wieder viele bunte Feuerwerke abgeschossen. Für viele ist dies eine harmlose Tradition, für andere hingegen sind die lärmenden Raketen jedes Jahr ein Ärgernis. Mehrere Bürger sind an die Gemeinde herangetreten, sie fordern ein Feuerwerksverbot im Gemeindegebiet.

„Eine Möglichkeit wäre es, ein großes gemeinsames Feuerwerk zu veranstalten, anstatt der zahlreichen kleinen.“

Bürgermeister Rainer Handlfinger

Bürgermeister Rainer Handlfinger ist sich des Problems bewusst: „Das Thema kommt immer wieder. Durch die Feuerwerke werden Haustiere verschreckt, es entsteht eine Umweltbelastung, denn der Dreck bleibt liegen und es wird mehr Feinstaub produziert, als in jeder anderen Nacht“, meint er. Daher habe er kein Problem damit, Feuerwerke im verbauten Gemeindegebiet zu untersagen.

„Kein Feuerwerk ist auch keine Lösung“

Dennoch sei es für ihn auch keine Lösung, gar kein Feuerwerk in der Gemeinde zu haben. Handlfinger denkt über einen Kompromiss nach: „Es wäre eine Möglichkeit, ein großes Feuerwerk zu veranstalten anstatt der vielen kleinen.“

Interessenten könnten dafür einen Betrag spenden. Die Hälfte des Betrags könnte für soziale Zwecke gespendet werden, um die andere Hälfte würden Feuerwerke gekauft. „Die Frage ist, ob in der Gemeinde daran Interesse besteht und sich genügend Unterstützer finden“, meint Handlfinger.

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