Trepka geht mit Fertigteilbau in die Zukunft. Georg Wieder, neuer Geschäftsführer der Firma Trepka, über Bauprojekte, künftige Pläne und die große 100-Jahr-Feier.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:57)
Die Firma Trepka hat ihren Sitz seit hundert Jahren in Ober-Grafendorf und ist auf Generalunternehmerleistungen, Betonfertigteile sowie Metallbau spezialisiert.
Firma Trepka

Ihr 100-jähriges Bestehen feiert die Ober-Grafendorfer Firma Trepka im Herbst. Das Jubiläum bringt auch einen Wechsel an der Unternehmensspitze: Georg Wieder übernimmt als Geschäftsführer die technischen und operativen Agenden. Im Gespräch gibt er Einblick in Zukunftspläne und aktuelle Projekte.

NÖN: Sie sind ein Familienbetrieb in der vierten Generation. Wie sahen die Anfänge von Trepka aus?
Georg Wieder: 1920 hat Maurermeister Alfred Trepka, der Urgroßvater meiner Frau, in der Schulstraße 1 als Ein-Mann-Betrieb begonnen. Die ersten Fertigteile wurden in den 1960ern produziert. Heute sind wir ein überregionales Bauunternehmen und Produzent von Betonfertigteilen mit 250 Mitarbeitern, spezialisiert auf Hochbau – von Industriehallen über Bürobauten bis zu Supermärkten.

Georg Wieder ist seit 2015 im Unternehmen und seit Jahresbeginn Geschäftsführer.
Groihofer

An welchen Projekten haben Sie mit Ihrem Unternehmen zuletzt gearbeitet?
Wir haben die Zentrallager von Hofer in Loosdorf, Stockerau und Trumau ausgebaut und die Produktion der Firma Egger in Radlberg. In St. Pölten haben wir den neuen Eingangs-, Restaurant- und Bühnenhallenbereich des VAZ umgesetzt und werden sämtliche Fertigteile für den neuen ÖBB-Bildungscampus liefern. In Wien sind wir aktuell stark für den Wohnbau tätig. Großprojekt in Ober-Grafendorf ist das Orts- und Gesundheitszentrum.

Welche Zukunftspläne gibt es für die Firma Trepka?
Wir sind dabei, die Firma zu digitalisieren, arbeiten etwa an der direkten Datenübergabe an Maschinen. Thema ist auch Building Information Modelling – das Arbeiten mit digitalen Modellen für effizientere Planung und Ausführung. Außerdem beschäftigen wir uns mit ressourcenschonendem Heizen und Kühlen mittels Betonkernaktivierung sowie ökologischer Dämmung.

Wie gefragt ist die Fertigteilbauweise derzeit in Österreich?
Es herrschen beste Voraussetzungen dafür. Was in Skandinavien längst gang und gäbe ist, wird auch in Österreich verstärkt umgesetzt – nicht zuletzt aufgrund der Personalfrage auf Baustellen und immer enger getakteten Bauzeitplänen.

Wird Trepka dem Standort Ober-Grafendorf und damit dem Pielachtal treu bleiben?
Hier sind wir samt unserer langjährigen und verlässlichen Arbeitskräfte verwurzelt, hier wollen wir bleiben. Mir ist es wichtig, den Geist des Unternehmens weiterzuführen.

Wie wird das 100-Jahr-Jubiläum gefeiert?
Am 11. und 12. September wird es ein zweitägiges Fest samt Expertenforum und ein Fest für all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.