Zwei Gemeinden setzen sich für Klimaschutz ein. Ober-Grafendorf und Weinburg gründen „Fit für 2050“. Zwölf Projekte wurden dafür eingereicht.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 06. Februar 2018 (05:25)
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Die Gemeinden Ober-Grafendorf und Weinburg wollen gemeinsam eine Klima-Energie-Modellregion gründen. Zu den geplanten Projekten zählt auch die Verbesserung des Radwegenetzes.

Weil die Klima-Energie-Modellregion Mostviertel Mitte nicht mehr aktiv ist, beschlossen Ober-Grafendorf und Weinburg die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie wollen jetzt ihre eigene Klima-Energie-Modellregion „Fit für 2050“ gründen. Die Grundsatzbeschlüsse dafür fielen in beiden Gemeinden einstimmig aus – Ober-Grafendorf und Weinburg setzten damit ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz.

„Das Projekt passt auch gut zur Weiterführung der Stadterneuerung“

„Wir haben vor Kurzem das vierte ,e‘ erhalten und wollen diesen Weg weitergehen“, so Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger. In Summe müssen die beiden Gemeinden 60.000 Euro für die Maßnahmen und das Umsetzungskonzept für die kommenden drei Jahre einbringen. „Das Projekt passt auch gut zur Weiterführung der Stadterneuerung“, ist Umweltgemeinderat Jürgen Riegler überzeugt.

Ein Vorteil der neuen Region sei, dass dadurch mehr Förderungen für umweltbezogene Projekte generiert werden können. Außerdem wird es einen Modellregionsmanager geben, der als kompetenter Ansprechpartner für Förderungen fungieren soll. Büros soll er oder sie in beiden Gemeinden erhalten. Zwölf Projekte wurden bereits eingereicht: Öffentlichkeitsarbeit, Energieeffiziente Gemeinden, Sanfte Mobilität, Energieeffiziente Betriebe, Bürgerbeteiligungsprojekte, Fit für 2050, Wärme aus Abwasser, Energieberatung, Energieoptimierte Landwirtschaft, Elektromobilität, Photovoltaik für Mehrparteienhäuser und Nahwärmeversorgung.

Radwegenetz soll ausgebaut werden

„Klima und Energie sind Zukunftsthemen. Wir als Gemeinde müssen da Vorreiter sein“, ist Weinburgs Bürgermeister Peter Kalteis überzeugt. Man könne nicht nur alles von den Bürgern verlangen, und es sei ein Teil der Verantwortung, die man für die kommenden Generationen übernehme. Auch er hat bereits Pläne für mögliche Projekte. „Unser erstes Projekt heuer wird eine Photovoltaik-Anlage beim Pumpenhaus sein“, verrät der Bürgermeister.

Außerdem soll „Sanfte Mobiliät“ in Weinburg ein großes Thema werden. Neben der Verbindung von Ober-Grafendorf und Weinburg sollen auch die Katastralen angebunden werden. „Familien sollen sich gefahrenfrei auf dem Rad in den Gemeinden bewegen können“, wünscht sich Kalteis. Dazu müssen auch die Eisenbahnkreuzungen abgesichert werden und für die Siedlung stellt sich Kalteis eine Begegnungszone vor. Wie die tatsächliche Umsetzung aussehen soll, wird in den nächsten Monaten erhoben.