Kitzrettung durch Drohnen-Einsatz. Jungtiere liegen oft in Feldern und verenden dort bei der Mahd. Mit neuer Methode wollen Jäger das Wild aufspüren.

Von Maria Prchal. Erstellt am 28. Februar 2018 (05:01)
Frankenfels Vizebürgermeister Heinz Putzenlechner , Hegeringleiter-Stellvertreter Harald Niederer, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Sepp Geissberger, Bezirksjägermeister Johannes Schiesser, Hegeringleiter Herbert Gansch und Ehren-Hegeringleiter Heinz Enne unterhielten sich über die Erfolge und Herausforderungen des vergangenen Jagdjahres.
NOEN, privat

682 Stück Rehwild, 74 Stück Rotwild, 33 Stück Gamswild, zehn Stück Schwarzwild und sieben Stück Muffelwild erlegten die Jäger im Oberen Pielachtal im vergangenen Jagdjahr. Damit sind die Vorgaben erfüllt und die Jäger zufrieden. „Es wird immer ein bisschen mehr Rehwild, sonst bleibt alles stabil“, bilanziert Hegeringleiter Herbert Gansch.

Hohe Verluste gab es aber wieder bei den Mäharbeiten: Kitze liegen fast unsichtbar in den Feldern. Deswegen überlegen sich die Jäger, mit Drohnen vorzugehen: „Drohnen mit Wärmebildkamera könnten die Kitze entdecken“, meint Gansch. Normalerweise gehen die Jäger, teils mit Hunden, durch die Felder, um die Kitze aufzuspüren: „Aber die sind so klein, wenn die einen Meter neben dir liegen, merkst du das nicht“, erklärt der Hegereingleiter. Deswegen ist es schwierig, Verluste zu vermeiden. Das Problem wird durch zu frühe Mahd verstärkt.

Viel Wild kommt auch im Straßenverkehr um. Das sei ebenfalls trotz erhöhter Aufmerksamkeit kaum zu verhindern. Zum Hegering gehören neben einigen Eigenjagdgebieten Frankenfels I bis IV, Loich I und II sowie Schwarzenbach.