Jung-Landwirte aus Kirchberg planen Bauern-Demo. Jung-Landwirte aus Kirchberg gehen für Bauernstand auf Straße.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 19. November 2019 (04:00)
Die vier Jungbauern Markus König, Bernhard Grassmann, Martin Pfeiffer undMichael Enne (von links) organisieren am 28. November die Kundgebung „Zukunft Landwirtschaft“ am Heldenplatz in Wien.
Gerhard Hackner

Vier Junglandwirte aus Kirchberg starten eine österreichweite Aktion. Unter dem Motto „Zukunft Landwirtschaft“ organisieren sie am Donnerstag, 28. November, am Heldenplatz in Wien eine friedliche Demonstration zur Aufklärung in der Landwirtschaft.

Als Organisatoren fungieren Markus König, Bernhard Grassmann, Michael Enne und Martin Pfeiffer. Sie haben die Kundgebung bei der Polizeidirektion Wien schon angemeldet. Diese findet in der Zeit von 10 bis 13 Uhr am Heldenplatz statt. Die Jungbauern haben für ihre Privatinitiative ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen Brücken bauen zwischen den Produzenten und Konsumenten. Wir wollen die Leute aufklären und informieren über die Probleme in der Landwirtschaft und darüber, dass unsere regionalen Produkte einen fairen Preis verdienen.“ Für die Teilnahme an der Demonstration haben sie schon fleißig bei der Landjugend und im Bauernstand geworben. Auch Transparente und Plakate werden bereits angefertigt.

Markus König informiert: „Wir machen das aber unpolitisch und ohne bündische Unterstützung. Aus dem Pielachtal haben wir derzeit Zusagen von rund 150 Teilnehmern. Insgesamt hoffen wir auf über 500 Unterstützer bei der Kundgebung.“

Positive Rückmeldungen zur Aktion haben die vier Jungbauern aus ganz Österreich und sogar aus Deutschland erhalten. „Wir wollen keine Chaoten und wir wollen keine Plakate mit wilden Ausdrücken oder Beschimpfungen. Wir wollen auf unsere Forderungen hinweisen und einen guten Eindruck vom Bauernstand hinterlassen.“

Michael Enne: „Die Leute sollen darüber informiert werden, dass die Standards bei der Tierhaltung und den Produkten ständig steigen, aber die Preise stagnieren und durch den Druck der Märkte die Erlöse weniger werden.“

Bernhard Grassmann meint dazu: „Das ist auch eine Informationsoffensive bei den Kunden in der Stadt. Wir wollen vermitteln, wo unsere Produkte herkommen, mit welchem Aufwand sie produziert werden und über unsere Situation informieren. Wir wollen das Bewusstsein für den ländlichen Raum wecken und kundtun, was die Landwirtschaft Positives leistet.“

Mit-Organisator Martin Pfeiffer schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir brauchen faire Spielregeln, insbesondere auch vom Handel“.