Auer als Obmann bestätigt. Pielach-Wasserverband Seit einem Viertel-Jahrhundert steht Gottfried Auer an der Spitze des Verbandes. Für fünf weitere Jahre bestätigt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Oktober 2020 (03:45)
Gemeinde Rabenstein

Seit mittlerweile 25 Jahren ist Gottfried Auer Obmann des Pielach-Wasserverbandes. Jetzt sprachen ihm die 19 Mitgliedsgemeinden erneut das Vertrauen aus und wählten den Rabensteiner für weitere fünf Jahre an die Spitze. Damit ist der ehemalige Rabensteiner Amtsleiter der längstdienende „Anwalt der Pielach“ seit der Verbandsgründung 1968.

In den Jahren des Bestehens hat sich der Fokus von der Behebung von Hochwasserschäden auf die Hochwasserprävention verlagert. Dabei weist Auer stolz auf verschiedene mit EU-Mittel großzügig geförderte Projekte am Unterlauf, insbesondere im Mündungsbereich im Gemeindegebiet von Melk, hin. „Erwähnenswert ist auch die Unterschutzstellung des Streckenabschnittes im Gemeindegebiet von Loosdorf und die Errichtung von Fischwanderhilfen im NATURA 2000- und Life-Gebiet, ausgehend von Melk flussaufwärts bis Hafnerbach“, berichtet Auer. In den vergangenen Jahren wurde nicht nur ein Katastrophenschutz-Sonderalarmplan für Hochwasserereignisse erstellt, sondern in fünf Gemeinden wurden auch Hochwasser-Messpegel installiert. Weil die Starkregenereignisse zunehmen und dadurch die Gefahr von Hangwasser steigt, gab der Pielach-Wasserverband mit Unterstützung des Landes eine Studie in Auftrag.

Neues Pilotprojekt für Gewässerpflege

Landesweit ist die Pielach vermehrt ein Tätigkeitsbereich für Pilotprojekte, wie beispielsweise für die Entwicklung eines Gewässerpflegekonzepts. „Derzeit beschäftigt sich das EU-geförderte Projekt ,Life IP Iris Austria“ mit einem Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept am weitgehend naturnahen Gewässer“, informiert Thomas Krassnitzer von der Wasserbauabteilung des Landes. Die laufende Planung war ein gesonderter Tagesordnungspunkt bei der letzten Mitgliederversammlung. „Die vom Wasserverband übernommene Vorfinanzierung des Interessentenbeitrages in Höhe von 17.400 Euro wird dem Verband bei Festlegung der Umsetzungsgemeinden von diesen refundiert werden“, erklärt der wiedergewählte Obmann.