5/8erl in Ehrn‘: Nach dem Album ist vor dem Album. „5/8erl in Ehrn‘“ erhielt zum fünften Mal den „Amadeus Award“. Sänger Slivovsky erzählt über eine herausfordernde Zeit.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 16. September 2020 (04:24)
Einen Amadeus-Award für jedes Bandmitglied: 2012, 2013, 2015, 2018 und jetzt 2020 erneut erhielten „5/8erl in Ehrn‘“, im Bild Gitarristin Miki Liebermann, Bassist Hanibal Scheutz, die Sänger Bobby Slivovsky und Max Gaier und Keyboarder Clemens Wenger (v. l.), diesen Preis.
Sebastian Reiter

Ihre Melodien sind nicht nur im Pielachtal bekannt: Die Band „5/8erl in Ehrn‘“ mit dem Kirchberger Sänger Robert „Bobby“ Slivovsky hat Fans im ganzen Land. Diese haben im Rahmen eines Votings maßgeblich dazu beigetragen, dass die Musikertruppe bereits zum fünften Mal mit dem „Amadeus Austrian Music Award“ ausgezeichnet wurde. Die Preise werden vom „Verband der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria)“ vergeben.

Das Jubiläum zu den 20. „Amadeus Austrian Music Awards“ wurde am Donnerstag im ORF-Hauptabendprogramm ausgestrahlt. „Das ursprünglich geplante Großevent in der Wiener Stadthalle wurde wegen Corona abgesagt. Die Show wurde zuvor ohne Publikum aufgezeichnet“, erzählt der 40-jährige Wahl-Wiener.

„Wir mussten unsere Riesen-Tour verschieben. Es ist eine unsichere Zeit. Viele trauen sich leider nicht, Tickets zu kaufen.“ Bobby Slivovsky, Sänger

Überzeugen konnte seine Band mit Songs aus dem neuen Album „Yeah.Yeah.Yeah“. Stil der Band ist eine Mischung aus Wienerlied, Jazz, Soul- und Blues-Elementen.

„Ich war überrascht, dass wir wieder gewonnen haben, die Konkurrenz heuer war sehr groß“, meint er. Die Corona-Pandemie hat auch für „5/8erl in Ehrn‘“ vieles verändert. „Wir mussten unsere Riesen-Tour verschieben. Es ist eine unsichere Zeit. Viele trauen sich leider nicht, Tickets zu kaufen“, bedauert er.

Trotz Corona blickt Slivovsky, der mit seinen Bandkollegen die Songs selbst schreibt, positiv in die Zukunft: „Nach dem Album ist vor dem Album“. Themen für Lieder „saugt er im Alltag wie ein Schwamm auf“, erzählt er.

Immer, wenn es die Zeit erlaubt, fährt er nach Kirchberg. Einmal die Woche unterrichtet er hier Gesang an der Musikschule. Mit Kirchberg verbindet der ehemalige Wiener Sängerknabe schöne Kindheitserinnerungen: „Meine Oma und ich waren große Peter Alexander-Fans. Wir haben ihn öfters in Kirchberg beim Fliegenfischen gesehen.“ Seine Liebe zur Musik möchte Slivovsky seinen beiden Kindern weitergeben, „aber sie nicht dazu zwingen“, betont er. Instrumente zum Ausprobieren stünden zu Hause aber bereit.

„5/8erl in Ehrn‘“-Fans dürfen sich übrigens freuen: Die Band tritt am 16. September im „Orpheum“ in Wien und am 25. September in der „Bühne im Hof“ in St. Pölten auf.