Ein Wanderparadies im Herbst. Das Dirndltal bietet viele Optionen für Spaziergänge, Tagesausflüge oder mehrtägige Wandertouren.

Von Lisa-Maria Seidl. Erstellt am 12. September 2017 (05:22)
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Am Pielachtaler Runderwanderweg gibt es viele idyllische Flecken zu

Der Herbst steht vor der Türe und mit ihm kühlere Temperaturen, die viele Wanderfans hinaus in die Natur ziehen. Das Pielachtal bietet eine große Vielfalt an Wandermöglichkeiten - von Spazierwegen über leichte Wanderwege bis hin zu Mehrtagestouren.

Direkt vor der Haustüre gibt es in allen Gemeinden des Pielachtales kürzere Wander- oder Spazierwege. Besonders familienfreundlich und abwechslungsreich sind die Tut-Gut-Wanderwege in Frankenfels, Kirchberg und Rabenstein mit jeweils drei Schwierigkeitsstufen. „Romantisch ist der Waldlehrpfad durch die Taubenbachklamm zum Bergbauernmuseum Hausstein mit Aufgang bei der Nixhöhle“, erklärt Tourismusobmann Gerhard Hackner.

Die Paradefrucht des Pielachtales steht auf der Dirndlmeile in Frankenfels, am Dirndlweg von Tradigist zum Steinschalerhof und bei der Kirchberger Dirndlrunde im Mittelpunkt. Die Dirndlrunde führt dabei vom Bahnhof durch das Ortszentrum über den Sagenweg und den Waldlehrpfad, vorbei an dem Bienenschaukasten und der Hubertuskapelle. „Höhepunkt der Runde ist der Skywalk“, informiert der Tourismusobmann.

Verschiedene Stationen am Erlebnispfad

Eintauchen in die herbstliche Naturvielfalt lässt sich auch am Erlebnispfad der Naturfreunde in Weinburg, der an verschiedenen Stationen wie dem Tastpfad und dem Stelzenpfad alle Sinne anspricht. Der Kneipp Waldlehrpfad und Fitnessparcours in Hofstetten führt entlang der Pielach. Holztafeln vermitteln Wissen über den Wald und Turngeräte laden dazu ein, die eigene Geschicklichkeit zu testen.

Wanderführer Erich Niederer kennt sich besonders gut im Tal aus. Er meint: „Gerade die Gegend am Talschluss der Pielach ist noch sehr ursprünglich. Hier lässt sich die herbstliche Naturlandschaft besonders gut genießen.“ Seine Tipps sind eine Wanderung auf die Geisenbergalm in Schwarzenbach, zum Gipfelkreuz des Frankenfelsberges oder von Gösing aus auf den Turmkogel. Beliebt ist auch die Gemeindealm Eibeck. „Am Wochenende ist dort aber meist viel los, daher ist eine Voranmeldung ratsam“, so Niederer.

Mit der Mariazellerbahn auf die Berghütte

Tagesausflüge zu den Berghütten bieten sich im Herbst ebenfalls an. „Im Zuge der Landesausstellung 2015 haben wir über das Förderprojekt Tourismusmarketing Pielachtal die ‚Wanderoffensive an der Mariazellerbahn‘ umgesetzt. Dabei wurden die wichtigsten Wanderwege neu markiert, wobei sich der Ausgangspunkt bei den Bahnhöfen befindet. Damit kann die Mariazellerbahn bei sehr vielen Wanderungen zur An- und Abreise genützt werden“, rät Hackner. Zur Wahl stehen etwa die Josef-Franz-Hütte am Gaisbühel, die Grüntalkogel-Hütte entlang des Pielachtaler Rundwanderweges, die Kaiserkogel-Hütte zwischen Hofstetten und Eschenau, die Julius-Seitner-Hütte am Eisenstein oder das Otto-Kandler-Haus am Hohenstein, mit 1.195 Metern die höchste Erhebung im Tal.

Auch für mehrtägige Wandertouren stehen im Pielachtal mehrere Möglichkeiten offen. Weitwandern kann man beispielsweise entlang des 80 Kilometer langen Pielachtaler Pilgerweges, der von der Landeshauptstadt St. Pölten bis nach Mariazell führt. Der Weg führt großteils entlang der Mariazellerbahn, so lassen sich Teilstücke leicht abkürzen. Der Große Pielachtaler Rundwanderweg 652 erstreckt sich über eine Distanz von 115 Kilometern und führt durch alle Gemeinden des Tales.

Nähere Infos zu den Wanderwegen gibt es in den Gemeinden. „Alle Gemeinden im Pielachtal bieten den Gästen kostenlose Wanderkarten für ihr Wandergebot an“, so Tourismusobmann Gerhard Hackner.

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