FFP2-Masken: Der „Nikolaus“ behält seinen Bart. Pielachtaler Bärte werden gestutzt, aber nicht wegen Masken rasiert. Mancher bleibt dann lieber zuhause.

Von Nadja Straubinger und Gila Wohlmann. Erstellt am 11. Februar 2021 (03:19)

Die FFP2-Maske wird uns im Kampf gegen die Corona-Pandemie noch einige Zeit begleiten. Die Wirksamkeit der Maske sei aber laut dem Präsidenten der Gesellschaft für Aerosolforschung herabgesetzt. Bei mächtigen Bärten dichtet die Maske nicht so gut ab. Was sagen die Pielachtaler Bartträger dazu? Kommt der Bart ab?

Seit Jahrzehnten ist Josef Oberleithner aus Weinburg über die Grenzen des Tals hinweg als Nikolaus bekannt. „Im Sommer geh ich sportlich“, sagt er. Erst in der Vorwoche war er am Berg und wurde sofort als Nikolaus erkannt. Rasieren ist daher keine Option. „Ich kürze ihn, aber weg kommt er nicht und wenn ich daheim bleiben müsste“, schmunzelt der Weinburger.

Tourismusobmann Gerhard Hackner freut sich bereits auf seinen Frisörtermin, dort lässt er sich auch den Bart stutzen. „Angenehmer zu tragen ist der Mund-Nasenschutz natürlich schon, wenn man den Bart immer so kurz wie möglich hält. Ich denke, dass bei langem Bart die Maske nicht so gut abdichtet.“ Grundsätzlich sieht er aber kein Problem beim Tragen eines gepflegten Bartes, seiner bleibt auf jeden Fall, wenn auch gekürzt.

Seit gut 30 Jahren Bartträger

Den Termin beim Friseur hat er für diese Woche schon vereinbart. Aber seinen gepflegten Bart möchte sich Engelbert Tischer aus Kirchberg wegen der Corona-Pandemie keinesfalls abrasieren lassen. Er meint: „Ich bin schon seit gut dreißig Jahren Barträger. Der gehört einfach zu mir“. Natürlich hat er FFP2-Masken zu Hause. Und wenn es zum Doktor, Einkaufen oder Zugfahren geht, dann wird diese natürlich verwendet. Trotzdem hofft er, dass dies bald einmal nicht mehr notwendig ist.

Dass Rabensteins Bürgermeister Kurt Wittmann seinen Vollbart weiter behält, ist fixe Sache. „Der Bart bleibt“, lautet seine klare Ansage. Die Diskussion rund um Masken und Bart empfindet er eher als lächerlich: „Haben wir denn keine anderen Probleme?“, meint er. Früher für seinen rund 30 Zentimeter langen Vollbart bekannt war der Rabensteiner Feuerwehrkommandant Johann Rudolf Schönbäck. „Einen Vollbart habe ich noch heute, aber gestutzt“, sagt er. Auch der FF-Chef wird sich von diesem nicht trennen wegen der Masken. Große Probleme sieht er nicht, er mutmaßt nur, „dass die Maske bei einem starken Bartträger mitunter nicht ganz so fest sitzt wie bei jemandem ohne Bart.“ Daher müsse man eben darauf achten, dass die Maske ordentlich aufgesetzt ist, das gelte aber für Nichtbartträger ebenso.