"Home Schooling" als Unterricht der anderen Art. Nur wenige Kinder sind in der Schul-Betreuung. Das Lernen daheim über digitale Kanäle klappt, berichten Pielachtaler Direktoren.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 27. März 2020 (03:58)
Bei den Frankenfelser Volksschülerinnen Hannah (l.) und Anja Burmetler (r.) ist das Lernen zu Hause schon zur täglichen Routine geworden. Gleich nach dem Frühstück erledigen sie ihre Aufgaben.
NMS Frankenfels

Ausnahmesituation auch im Bildungssystem durch das Aussetzen des Vor-Ort-Unterrichts im Klassenzimmer. Dass das Lernen der Schüler in den eigenen vier Wänden in Verbindung mit ihren Lehrern über die eingerichteten elektronischen Plattformen grundsätzlich funktioniert, bestätigen Direktoren.

„Es ist gut angelaufen“, sagt Reinhard Wilhelm von der Neuen Mittelschule (NMS) Frankenfels zum „Home Schooling“. Alle Beteiligten hätten sich rasch auf die Veränderung eingestellt, stehen miteinander regelmäßig in Kontakt und tauschen ihre Erfahrungen aus. „Das Stadt-Land-Gefälle kehrt sich in dieser harten Zeit um“, sieht der Frankenfelser Direktor den heimischen Nachwuchs begünstigter als andere.

Damit Schule in der Coronavirus-Krise klappt, setzen sich 17 verschiedene Teams in der NMS Grünau-Rabenstein ein. „Ich bin stolz auf meine Lehrer“, streut Direktor Andreas Dengler seinem Team Rosen. Über Office bekommen die Schüler ihre Lernmaterialien zugesandt, vorher wurden sie im Umgang mit dem Account vertraut gemacht. „Jetzt muss man überprüfen, ob die Anzahl der Übungen die Schüler nicht überfordert“, resümiert Andreas Dengler über „Woche eins“.

Kaum gebraucht wird die Betreuung von Kindern in den Schulen durch den Journaldienst. „Von 238 Kindern der Volksschule und Mittelschule Frankenfels war nur ein Kind einmal da“, weiß Reinhard Wilhelm. Ähnlich in Kirchberg, wo eine Aufsicht ganztägig angeboten wird. „Es sind nur vereinzelt Schüler da“, sagt Direktor Alfred Bruckner. Ob sich das in den nächsten Wochen ändert, sei abzuwarten. „Nicht krank zu werden, sondern gesund bleiben, ist das wichtigste“, bringt er es auf den Punkt.