Sorgen wegen Wasserknappheit. Hitze konnte der Grundwassersituation nur wenig anhaben. Trinkwasserversorgung ist gesichert.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 21. August 2018 (04:45)
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Symbolbild

Die Hitzetage häufen sich und die Unsicherheit bezüglich der Wasserversorgung im Pielachtal wird größer. „Wir liefern Trinkwasser ja auch außerhalb der Gemeinde, da kann es schon sein, dass es auf die Dauer zu wenig ist“, sorgt sich eine Bürgerin aus Hofstetten-Grünau. Bürgermeister Arthur Rasch beruhigt aber: „Derzeit gibt es bei uns kein Problem, es ist ein konstant stabiler Wert. Im Frühjahr war es kurz schlechter.“

Sollte es zu einer Wasserknappheit kommen, werde die Gemeinde schnell reagieren und eine Mitteilung herausgeben. Es könnte zwar sein, dass Garten gießen und Autowäsche unterlassen werden müssen, aber die Trinkwasserversorgung wird immer aufrechterhalten.

Auch in den anderen Pielachtalgemeinden sieht es aktuell gut mit der Trinkwasserversorgung aus. Rabensteins Bürgermeister Kurt Wittmann betont aber: „Wir haben kein Problem, es gibt noch genug Wasser. Aber sicher wäre es vernünftig, darauf zu verzichten, den Rasen zu sprengen. Das würde nicht schaden.“ Auch wenn die Trinkwasserversorgung gesichert ist, habe die Landwirtschaft zu kämpfen, vor allem die südseitigen Hänge.

„Es wird die doppelte Menge an Wasser pro Tag verbraucht. 400 bis 500 Kubikmeter pro Tag sind normal, jetzt sind es bis zu 1.000 Kubikmeter."Anton Gonaus

In Kirchberg sei der Grundwasserstand zwar zurückgegangen, das habe sich aber wieder eingependelt. „Obwohl es zwei Brunnen in Kirchberg gibt, darf jeweils nur einer verwendet werden. Kurz stand im Raum eine Mitteilung rauszugeben, die die Bürger zu einem ressourcenschonenden Umgang mit Wasser aufruft“, sagt Bürgermeister Anton Gonaus. Die Hitze merke man aber schon. „Da wird etwa die doppelte Menge an Wasser pro Tag verbraucht. 400 bis 500 Kubikmeter pro Tag sind normal, jetzt sind es bis zu 1.000 Kubikmeter. Weil das Gartengießen dazukommt.“

Frühere Probleme mit Wasserknappheit in Ober-Grafendorf gehören der Vergangenheit an. „Schon mein Vorgänger Karl Vogl stellte die Versorgung sicher, indem Ober-Grafendorf auch an das Versorgungsnetz der EVN angeschlossen wurde“, erklärt Bürgermeister Rainer Handlfinger. Das bringe die Sicherheit, die die Bevölkerung brauche. Das EVN-Netz dient als Back-up, wenn das Ortswasser nicht reicht.

Entlegene Höfe versorgt die Feuerwehr

Nicht genug Wasser gibt es derzeit bei entlegenen Bauernhöfen, die nicht an das Weinburger Ortsnetz angeschlossen sind. Dorthin liefert laut Vizebürgermeister Michael Strasser die Feuerwehr Wasser. „Weinburg selbst steht sehr gut mit dem Wasser da. Wir haben einen guten Grundwasserstrom. Auch die Qualität passt.“

„Alle Grundwasserkörper in Niederösterreich befinden sich in einem guten mengenmäßigen Zustand“, weiß Abteilungsleiter-Stellvertreter Martin Angelmaier von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Unabhängig davon seien die Grundwasserschwankungen. „Bei der Grundwassermessstelle Ober-Grafendorf liegen die aktuellen Werte zwar unter der mittleren Grundwasserspiegellage, aber nicht im extrem niedrigen Bereich“, so Angelmeier. „Derzeit verläuft die Wasserversorgung stabil und betriebssicher in ganz Niederösterreich.“

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