Milchfett statt Palmöl stabilisiert Milchpreis . 280 Bauern aus dem Pielachtal beliefern die NÖM. Auch sie können aufgrund der Entwicklung aufatmen.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 29. August 2017 (05:57)
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Die verstärkte Nachfrage nach Milchfett sorgte für eine Erhöhung des Milchpreises für die Bauern. Bei der Informationsveranstaltung der MGN dabei waren Severin Zöchbauer, Landeskammerrat Karl Braunsteiner, Johann Krendl, Leopold Gruber-Doberer und Josef Engel.

Mehr als 120 Milchbauern aus dem Pielachtal informierten über die Entwicklung in der Milchwirtschaft. MGN-Obmann Johann Krendl und Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer hatten Positives zu berichten.

Milchmarkt hat sich erholt

280 Bauern aus dem Pielachtal liefern jährlich 31,4 Millionen Liter Milch an die NÖM. Nach dem extrem schwierigen Vorjahr, in dem es aufgrund der Mehrproduktion in Europa zu einem regelrechten Preisverfall kam, hat sich der Milchmarkt nun wieder erholt. Möglich wurde dies laut Geschäftsführer Gruber-Doberer durch die verstärkte Nachfrage nach Milchfett: „Butter gilt derzeit als Mangelware, weil fettere Produkte in der Ernährung wieder mehr gefragt sind.“

Zusätzlich wirke sich die Diskussion um die Gewinnung von Palmfett, für das Regenwald gerodet und nachhaltig vernichtet wird, positiv auf den Absatz von Milchfett aus. Viele Betriebe hätten die Produktion bereits umgestellt. Deshalb ist der Butterpreis im Regal gestiegen. „Allerdings auf ein Preisniveau, welches wir schon im Jahr 1995 hatten, wenn man die Steigerung des Verbraucherpreisindexes berücksichtigt“, so Gruber-Doberer.

Die Preiserhöhung beim Milchfett hat zu einer Verbesserung der Bauern-Milchpreise geführt. Gruber-Doberer ist außerdem überzeugt: „Um den Bauern eine Zukunft zu geben, ist die Milchpreiserhöhung auch dringend notwendig.“