Rinderprofi Karl Heindl gestorben. Karl Heindl hat die Rinderzucht im Pielachtal forciert und international bekannt gemacht. Die Bauernschaft trauert jetzt um ihn.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 17. April 2021 (03:29)
Karl Heindl bewies zeitlebens das richtige Gespür für Rinder.
Privat

Die Trauer in der Bauernschaft ist groß: Der ehemalige, langjährige Obmann des Rinderzuchtvereins Pielachtal, Karl Heindl, ist am 6. April nach längerer Krankheit im 72. Lebensjahr friedlich entschlafen.

Der Name Heindl ist in der Rinderzucht über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Karl Heindl war 1993 bei der Umgründung von der Genossenschaft in den Verein zur Förderung der Rinderzucht und Viehhaltung im Pielachtal als Obmann-Stellvertreter beteiligt und setzte sich von 1997 bis 2013 als Obmann für die Rinderbauern im Pielachtal ein.

„Die Rinderzucht war zeitlebens seine große Leidenschaft. Durch sein züchterisches Geschick konnte Familie Heindl auf Bezirks-, Landes- sowie Bundesebene, ja sogar international, große Erfolge erreichen“, lobt ihn der jetzige Obmann, Karl Braunsteiner. Heindls Kuh „Silvia“ wurde 2003 Bundessiegerin, einige bekannte Zuchtstiere stammen aus dem Familienbetrieb Heindl, den nun seine Kinder fortführen. Ein Höhepunkt seiner Vereinstätigkeit als Obmann war die Rinderschau 2003, bei der er mit großem Einsatz die Spitzenleistungen der Pielachtaler Rinderzüchter präsentierte.

„Die Rinderzucht war zeitlebens seine große Leidenschaft"

Heindl war 45 Jahre beim Bauernbund, davon 25 Jahre als Ortbauernrat und 12 Jahre als Obmann-Stellvertreter, tätig. Ein Anliegen war ihm die Weidegenossenschaft Geisenberg, wo er über 20 Jahre als Funktionär wirkte. Auch im Raiffeisen Lagerhaus war Heindl als Funktionär aktiv. Als Kammerrat vertrat er von 2000 bis 2010 die Interessen der Landwirte. Mit seinem Fachwissen über Rinderzucht brachte er sich als Aufsichtsrat beim NÖ Genetik Rinderzuchtverband professionell ein.