Tourismusbilanz: Aufwärtstrend hält an. Mehr Ankünfte und mehr Nächtigungen bis Mai. Starker Rückgang in Ober-Grafendorf.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 07. August 2018 (04:07)
Straubinger
Spitzenreiter bei den Nächtigungen im Tourismusverband Pielachtal ist Puchenstuben. Vom Alpenhotel Gösing können Gäste den Ötscherblick genießen.

Der Trend nach oben beim Tourismus im Pielachtal hält an. Das zeigt der Vergleich der Monate Jänner bis Mai dieses Jahres mit den Vorjahreszahlen. Sowohl bei den Ankünften also auch bei den Nächtigungen gab es ein Plus von 12,9 Prozent zu bejubeln.

„Nachdem wir im Vorjahr eine gute Tourismusbilanz im Dirndltal hatten, bin ich natürlich mit der weiteren Steigerung in den ersten fünf Monaten des Jahres sehr zufrieden“, betont Tourismus-Obmann Gerhard Hackner. Als besonders positiv hebt er hervor, dass das Plus besonders bei den Nächtigungen auf einer breiten Basis steht. „Gleich sieben der acht Gemeinden des Tourismusverbandes haben es geschafft, dass die Gäste länger im Tal bleiben“, zeigt sich Hackner zuversichtlich.

„Der neue Film über das Dirndltal ist sehr gut angekommen"

Regionalplanungsobmann Kurt Wittmann fügt hinzu: „Der neue Film über das Dirndltal ist sehr gut angekommen. Ein Chor aus Kärnten kommt zum Dirndlkirtag nach Ober-Grafendorf, weil die Mitglieder den Film gesehen haben.“ Er kann sich vorstellen, dass durch den Film noch weitere Gäste angelockt werden. Vor allem, weil die Aktivitätsmöglichkeiten im Pielachtal groß sind und es Angebote in allen Preisklassen und Kategorien gibt. Die Palette reicht von Urlaub am Bauernhof über Gasthöfe bis zu Vier-Sterne-Hotels. „Auch die Himmelstreppe trägt viel zum touristischen Erfolg des Tals bei“, so Wittmann. Regionalplanungsobmann und Tourismus-Obmann sind sich aber einig: „Es könnte noch mehr sein.“

Der Tal-Tourismus hängt laut Hackner stark mit dem Wetter zusammen: „Wenn es einmal an Wochenenden nicht so passt, merkt man das sofort bei den Nächtigungen und im Ausflugstourismus.“

Ober-Grafendorf ist Schlusslicht

Sowohl bei den Ankünften (minus 24 Prozent) als auch bei den Nächtigungen (minus sieben Prozent) gibt es nur in Ober-Grafendorf ein Minus. Worauf das zurückzuführen ist, weiß der Tourismus-Obmann nicht, aber: „Das müssen wir uns im Einvernehmen mit der Gemeinde noch genau anschauen.“ Generell setze sich Qualität durch, deswegen gebe es von manchen Gemeinden und vom Land Förderungen, um Anreize zu geben, dass die Zimmerqualität verbessert werde.

Die beste Entwicklung zeigten Frankenfels, Kirchberg und Loich.

Hackner führt das satte Plus von 48,5 Prozent in Frankenfels vor allem auf das Steinschaler Dörfl zurück. In Kirchberg sind zu den bestehenden Betrieben noch zwei dazugekommen. Das Vorjahres-Minus habe sich durch das Aufhören von drei Betrieben ergeben. „Die Loich hat konstant gute Nächtigungszahlen. Der Zwergerlhof ist ein Hit bei den Familien und das Landhaus Ingrid beherbergt zusätzlich viele Pilger“, erklärt Hackner.

Stärkste Mitgliedsgemeinde im Tourismusverband ist Puchenstuben. Dort hat das Alpenhotel Gösing den größten Anteil der Übernachtungen. Um 17,8 Prozent stiegen die Ankünfte.