Volles Programm für den Sommer. In St. Pölten und den meisten Regionsgemeinden gibt es Angebot.

Von Bernhard Herzberger, Lisa Röhrer und Nadja Straubinger. Erstellt am 12. Juni 2019 (03:45)
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Endlich Ferien! Für die Eltern sind Ferien nur entspannend, wenn dieBetreuung der Kinder gesichert ist.

Kurz vor Ferienbeginn stehen viele berufstätige Eltern vor demselben Dilemma: Was tun mit den Kindern in neun Wochen Ferien? Für die meisten in der Landeshauptstadt und der Region sorgt eine Ferienbetreuung für ein bisschen Erleichterung.

In St. Pölten wird diese gut angenommen, weiß Rathaussprecher Heinz Steinbrecher: „Heuer sind 250 Kinder angemeldet.“ Die Anmeldung erfolgt während des Schuljahres in der eigenen Schule. Je nach Bedarf werden dann Schulen zusammen gezogen und die Standorte für die Betreuung festgelegt. In den letzten Jahren waren das die Volksschulen St. Georgen, Wagram und Grillparzer sowie die ASO Nord.

Betreut wird drei Wochen im Juli und drei Wochen im August. Das Programm für die Ferienbetreuung wird an den einzelnen Standorten ausgearbeitet. Geboten werden Aktivitäten wie Besuche im Freibad oder auch Ausflüge in den Tierpark.

„In diesen Wochen unternehmen wir mit den Kindern Ausflüge oder bleiben mit Aktivitäten am Standort, der über einen schönen Garten und einen großzügigen Spielplatz verfügt“

Die Mary-Ward-Schulen bieten als Privatschule ebenfalls Betreuung in den Ferien. Das Angebot im Hort gilt für alle, auch für Mittelschüler und Gymnasiasten, in den drei Wochen nach Schulschluss und in der Woche vor Schulbeginn. „In diesen Wochen unternehmen wir mit den Kindern Ausflüge oder bleiben mit Aktivitäten am Standort, der über einen schönen Garten und einen großzügigen Spielplatz verfügt“, informiert Hortleiterin Susanne Winkler. Auch ein großes Planschbecken sorgt für Abkühlung.

In der Biku-Villa werden Kinder von ein bis sechs Jahren betreut, auch einige, die nicht dort in der Tagesbetreuung sind. Anmeldungen sind bis Ende Juni möglich. „Das Angebot ist aber begrenzt, weil wir intern viele in der Ferienbetreuung haben“, berichtet Geschäftsführerin Elisabeth Fuchsbauer. Für Kinder zwischen drei und 16 Jahren gibt es Englisch-Camps mit und ohne Übernachtung, für die man sich bis kurz vor Camp beginn anmelden kann.

Betreuung auch im Pielachtal

Viele Gemeinden im Bezirk bieten ebenfalls Ferienbetreuung an. Gut angenommen wird diese etwa in Kirchberg. Dort besuchen unter dem Schuljahr 45 Kinder die Nachmittagsbetreuung der Volksschule. „Im Sommer kommen noch einige dazu“, erzählt Bürgermeister Anton Gonaus. Die Kinder werden zwischen 7 und 16 Uhr betreut. Dazu kommt das Ferienspiel, zu dem es in Kirchberg an 30 Tagen Angebote gibt. „Wir bieten sehr viel Programm wie Badbesuche oder Ausflüge in den Wald. Die Kinder sind sehr viel draußen“, ist Gonaus stolz.

In Ober-Grafendorf können Eltern ihre Sprösslinge in der Kinderbetreuungseinrichtung Wifki in gute Hände geben. Auch Kinder, die sonst keine Stammgäste in der Betreuungseinrichtung sind, können dort für die Sommermonate angemeldet werden. Ein spielerisches Programm wird den ganzen Sommer über, jeweils von 7 bis 17 Uhr geboten. „Die Plätze sind aber knapp, wer noch Betreuung braucht, sollte jetzt ganz schnell sein“, rät Wifki-Obmann Erich Rammel.

In manchen Gemeinden gibt es zu wenig Bedarf

Das ist aber nicht in allen Gemeinden so. In manchen gibt es heuer keinen Bedarf. In Hofstetten-Grünau etwa war die Nachfrage zu gering. „Wir hätten die Ferienbetreuung das dritte Jahr angeboten. Es gab aber nur drei Anmeldungen heuer“, erklärt Bürgermeister Arthur Rasch. In Pyhra gibt es in der Volksschule ebenfalls keine Betreuung in den Ferien. Allerdings läuft von 29. Juli bis 23. August für Schüler zwischen sechs und zwölf Jahren die Aktion „Ferien in Pyhra“, wochentags von 8 bis 16 Uhr. „Die Nachfrage ist jedoch sehr groß und die Teilnehmerzahl begrenzt“, sagt Vizebürgermeisterin Maria Hinterhofer.

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