Wieder Top-Preis für „5/8erl in Ehr’n“. Wiener Soulband mit Kirchberger Sänger Robert Slivovsky überzeugte die Fans mit ihrem jüngsten Album „yeah yeah yeah“.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 15. September 2021 (04:30)
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Die Wiener Soulband „5/8erl in Ehr’n“ erhielt bei den 21. Amadeus Austrian Music Awards erneut den begehrten Preis der heimischen Musikerszene. Groß ist die Freude bei den Bandmitgliedern Miki Liebermann, Robert Slivovsky, Hanibal Scheutz, Clemens Wenger und Max Gaier (von links) über diese Auszeichnung.
5/8erl in Ehr’n

Es wird schon fast zur Gewohnheit und dennoch ist es etwas Besonderes: Die Wiener Soulband „5/8erl in Ehr’n“ erhielt bei den 21. Amadeus Austrian Music Awards den begehrten Preis der heimischen Musikerszene in der Kategorie „Jazz/World/Blues“. Und das bereits zum sechsten Mal bei acht Nominierungen.

Der Kirchberger Sänger Robert Slivovsky, Max Gaier (Gesang), Miki Liebermann (Gitarre), Clemens Wenger (Akkordeon, Wurlitzer) und Hanibal Scheutz (Kontrabass, Gesang) überzeugten mit ihrem Album „yeah yeah yeah“. „Ich dachte mir, es ist möglich, dass wir wieder den Preis erhalten, habe mir aber darüber keine großen Gedanken gemacht“, erzählt Slivovsky. Er führt den Erfolg auf die zahlreichen Fans zurück, da der Preis ja auch über Publikum-Voting läuft. Slivovsky gibt sich bescheiden und meint: „Es gibt auch viele andere sehr gute Künstler in unserer Sparte.“

„Es macht Spaß, Nachwuchstalente mental zu stärken und mit ihnen mitzufiebern.“ Robert Slivovsky, Sänger und Gesangslehrer

„yeah yeah yeah“ ist das sechste Studio-Album der Band, besticht aber durch ein Novum: Es wurde im eigenen Studio selbst produziert. „Wir entwickeln uns ständig weiter“, meint dazu Slivovsky. Und: „Meine Bandkollegen Hanibal und Clemens haben hierzu nicht nur das ideale Equipment, sondern vor allem auch das Know-how.“ Das autarke Produzieren sei eine „coole Erfahrung gewesen“. Neu sind die E-Gitarre und der E-Bass, die erstmals in einem Album der Band zu hören sind.

Die Preisverleihung wurde wegen der Pandemie ohne Publikum aufgezeichnet. Die Fernsehübertragung erfolgte im ORF. Der Award stand unter dem Motto „The Show Must Go On“ und umfasste Inszenierungen der Künstler an öffentlichen Plätzen in der Bundeshauptstadt.

Slivovsky lebt in Wien. Fast jede Woche zieht es ihn jedoch zurück ins Pielachtal, um Ausgleich zum stressigen Alltag in der Stadt zu finden, aber nicht nur: Er kommt ebenso hierher, um Nachwuchstalente in der Musikschule Pielachtal in Gesang zu unterrichten. „Es macht Spaß, sie zu fördern; im Hintergrund zu stehen, sie mental zu stärken“, betont er.

Sechs Amadeus Austrian Music Awards sind für „5/8erl in Ehr’n“ aber kein Grund zum Ausruhen. Es geht weiter, immer häufiger in Kooperation mit Martin Eberle und dem Jazzorchester Vorarlberg. „Da haben wir eine neue Spielwiese gefunden.“ Dass hier mitunter neue Ideen ihren Ausgang finden, schließt er nicht aus.