Ober-Grafendorfer Gesundheitszentrum: Einblicke in die Zukunft

Die NÖN machte einen Rundgang durchs neue Orts- und Gesundheitszentrum.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:52
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„Der Eingang ins Gesundheitszentrum ist getrennt vom Wohnbereich, sodass ungestörtes Wohnen garantiert ist“, informieren Bürgermeister Rainer Handlfinger und Thomas Zeilinger, Obmann-Stellvertreter und Bautechniker der Siedlungsgenossenschaft Pielachtal (von links).
Foto: Wohlmann

Das Mega-Bauprojekt der Gemeinde, das Gesundheitszentrum, geht in die Endrunde: Am 22. November erfolgt bereits die Schlüsselübergabe an die Wohnungsmieter. Bürgermeister Rainer Handlfinger und Thomas Zeilinger, Obmann-Stellvertreter der Siedlungsgenossenschaft Pielachtal, gaben daher der NÖN Einblicke in das multifunktionale Gebäude.

Großzügige Garage bietet Stellplätze für 78 Autos

Fix für Rainer Handlfinger ist: Das Ortszentrum soll zum Treffpunkt aller Generationen werden; das Herzstück dabei: das Gesundheitszentrum mit angeschlossener Geschäftswelt und 33 barrierefreien Wohnungen.

Der Bau besticht durch Moderne, Holz und Beton in Kombination. Der Energiewert des Gebäudes sei gut, auch wenn es kein Passivenergiehaus ist. Die Beheizung erfolgt durch Fernwärme. Der Zeitplan des Projekts mit Baustart im Februar 2020 konnte weitgehend eingehalten werden, doch Corona und damit verbundene logistische Schwierigkeiten „machten es nicht gerade einfacher“, wie Bautechniker Zeilinger sich erinnert.

Eine großzügige Garage bietet Stellplätze für 78 Autos. „Aber nur für die Bewohner und Mieter des Objekts, also Geschäftsleute, Mediziner und Therapeuten“, erklärt dazu Zeilinger. Für Besucher seien diese nicht gedacht, auch nicht stundenweise. Das wäre von der Logistik her „zu kompliziert umzusetzen gewesen“, meinen die beiden.

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Die Wohnungen bieten tolle Aussicht über das Gemeindegebiet. Hier mit Blick auf die Ober-Grafendorfer Kirche.
Wohlmann

Im ersten Stock befindet sich das künftige Gesundheitszentrum. 750 Quadratmeter Fläche, viele Räume, ausreichend Platz - von der Einzelbehandlung über die Gruppentherapie bis hin zu labordiagnostischen Untersuchungen - sind hier möglich. Fix ist, dass die Gemeinschaftspraxis von Oliver Mick hier herzieht, außerdem können sich noch Therapeuten einmieten und ihrerseits wieder auch ihren Bereich untervermieten. „Denn das Zentrum soll gut genutzt werden“, führt Handlfinger aus.

Einladend wirken die Wohneinheiten. Diese sind barrierefrei und bieten die Option für betreubares Wohnen. Verlockend zum Umzug. Helle Räume. Weitläufige Balkone. „An Schönwettertagen sind einige sogar mit Ötscherblick“, weiß Handlfinger. Das Dach des Gebäudes wird begrünt.

Bunter Geschäfte-Mix lädt zum Bummeln ein

Im Parterre bietet die künftige Geschäftsebene Platz für sieben Lokale. „Eines ist noch zu haben“, informiert Handlfinger. Bereits eingezogen ist Schneiderin Viola Biernat von „Schneiderei Stoff & Dekor“, die am 23. November ihre Türen öffnet und Nähservice, Dekoartikel und vieles mehr anbietet.

Ebenfalls am 23. November sperrt die „Haarspitze“ von Karin Sprengnagel auf. „Aufgrund der baulichen Gegebenheiten in den alten Räumlichkeiten habe ich mich für eine Übersiedelung entschieden“, schildert die Frisörin. Gegen Terminvereinbarung werden Damen und Herrenschnitte angeboten. Auf selbstständiger Basis sucht Sprengnagel noch eine Fußpflegerin oder Nageldesignerin.

Auch das „Postkastl“ mit erweitertem Büchersortiment wird man hier ab 29. November finden. „Zur Eröffnung gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man Sachpreise und Gutscheine gewinnen kann“, freut sich Birgit Roithner auf das doppelt so große Geschäftslokal.

Auf 180 Quadratmetern Fläche eröffnet die Volksbank ihren „neuen, alten Standort“ am 25. November. Einen Einblick in die neue Bankfiliale gibt es am 2. Dezember im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“.

Das Gesellschaftliche soll hier künftig nicht zu kurz kommen: Das Café-Restaurant M & M lädt ab 25. November ab 7.30 Uhr zum kulinarischen Genuss. „Wir bieten alles vom Frühstück bis zum Abendessen in heimeliger Atmosphäre an. Es gibt österreichische gutbürgerliche Küche“, teilt Michael Brückler mit. Geöffnet hat das Café-Restaurant täglich von 7.30 Uhr bis 23 Uhr.

Mit 3. Jänner 2022 öffnet das Sanitätshaus „Wutschka“ seine Türen. „Der Wunsch für einen Gesundheitsdienstleister war da; deshalb haben wir uns für eine Filiale im Pielachtal entschieden“, informiert Wolfgang Wutschka. Ein 150 Quadratmeter großes Geschäft und ein großes Lager ermöglichen, dass man sich in Zukunft den Weg nach St. Pölten sparen kann, wenn man für die Pflege etwas benötigt.

„Ziel ist ein lebendiges Ortszentrum“, unterstreicht Handlfinger. Weg von Einkaufszentren an Ortseinfahren bei zeitgleich oft toten Ortskernen. „Wir gehen hier bewusst einen anderen Weg“, manifestiert der Ortschef.