Drogen geschmuggelt. Weil es finanziell eng war, zog 21-Jähriger einen Drogenring auf. Mit dem Codewort "T-Shirt" wurde via Handy bestellt.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 09. Oktober 2014 (08:14)
NOEN, zVg
Aus Tschechien importierten die Angeklagten Verbotenes.

„Ich hatte Geldsorgen“, erklärt ein 21-Jähriger aus dem Pielachtal, weshalb er auf die Idee gekommen war, Cannabis von Tschechien nach Österreich schmuggeln zu lassen. Suchgifthandel und unerlaubter Umgang mit Suchtgiften wird ihm und vier Mitangeklagten vorgeworfen.

Bestellt wurde via Handy mit dem Codewort „T-Shirt“. Drei Kilogramm Verbotenes importierten Mitangeklagte bei drei Schmuggelfahrten im Auftrag des 21-Jährigen dann, verkauften davon Drogen auch weiter, bis bei einer Kontrolle die Handschellen klickten. Rund fünf Kilogramm Cannabis soll der 21-Jährige insgesamt verkauft haben, Polizisten fanden im Zuge einer Hausdurchsuchung bei ihm dann auch eine Indoorplantage.

Mit Drogengeld Auto finanziert

Rund 10.000 Euro verdiente der Pielachtaler mit dem Drogenhandel. „Das Geld habe ich in ein Auto investiert“, erklärt er im Prozess am Landesgericht St. Pölten. Selber konsumiere er seit seinem sechzehnten Lebensjahr Suchtmittel.

„Ich habe Cannabis verkauft und mir um das Geld Kokain gekauft“, so ein Mitangeklagter, und: „Seit ich im Gefängnis bin, fällt es mir nicht schwer, darauf zu verzichten.“ Ohne Gewinn zu erzielen, habe eine 20-Jährige aus dem Wienerwald mit Drogen gehandelt. „In der Zeit, in der ich selbst konsumiert habe, ist es mir sehr schlecht gegangen“, berichtet sie vor Richter Markus Grünberger.

Für die Angeklagten setzte es Strafen von zwei bis zu zwölf Monaten auf Bewährung. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.