Hilfe für Nigeria mit Sinn und Ziel. Der Verein „HIFA“ wurde vor 48 Jahren von Adolf Paster gegründet. Unter der Leitung von Tochter Ulrike Mayr startet aktuell ein neues Projekt in Nigeria.

Von Lisa-Maria Seidl. Erstellt am 06. März 2019 (06:19)
privat
Ulrike Mayr mit Schuldirektorin Anne Iwu aus Ihube: Der Schulkomplex bekam von HIFA einen Brunnen. Der Verein hat dort auch viele Patenkinder.

Helfen, wo die Not am größten ist, und zwar so, dass es nachhaltig wirkt - das macht der Verein „HIFA - Hilfe für alle“ nun bereits seit 48 Jahren. 2003 übergab Gründer Adolf Paster die Leitung der Hilfsorganisation an seine Tochter Ulrike Mayr.

„Mein Vater hatte seinen gut bezahlten Beruf aufgegeben, um sich ganz dieser neuen Aufgabe widmen zu können. Finanziell war es nicht immer so leicht. Wir haben viele Abstriche gemacht, auch wir Kinder haben diesen Schritt aber voll mitgetragen“, erzählt sie. Damals war Ulrike Mayr 15 Jahre alt. Ihre Bereitschaft zu helfen ist nach wie vor ungebrochen.

„Im Laufe der Jahre haben sich die Gründe meiner Motivation immer wieder geändert – aber sie ist geblieben. Ich glaube an Jesus Christus und ich spüre, wie sehr wir von Gott geliebt werden. Heute fasziniert mich der Gedanke, wie ich diese Liebe weitergeben kann.“ Der Verein ist in afrikanischen Ländern, Osteuropa, Indien und Österreich tätig und orientiert sich an dem Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Hilfe zur Selbsthilfe hat für mich sehr viel mit Menschenwürde zu tun. Wir nehmen eine Haltung ein, die den Menschen signalisiert: Ich glaub an dich, ich trau dir was zu“, führt Mayr aus.

Gerade startet der Verein ein neues landwirtschaftliches Projekt in Nigeria, das die Dorfbevölkerung in Urulokpa und Lokpa dazu befähigen soll, sich mit Landwirtschaft und Haltung von Kleinvieh selbst zu erhalten. Dazu gibt es eine Kooperation mit dem Landwirtschaftsexperten und gebürtigen Nigerianer Festus Imarhiagbe. „Wir bekamen immer wieder Berichte, dass viele Menschen sich nicht einmal ein Mal am Tag richtig satt essen können. Wir hatten schon lange vor, hier etwas zu tun“, berichtet Mayr.

„Das Konzept enthält Kreislaufwirtschaft und ganz wichtig: Wie kalkuliere ich. Am 6. März fliegt er in die Region, dann gehts los.“
Der Verein HIFA ist immer dankbar für jede Unterstützung. Nähere Infos zu den Projekten und Spendenmöglichkeit gibt es unter www.hifa.at.