Treue Gäste: Pielachtal als liebstes Urlaubsziel. 66, 60 und 25 Jahre: Zwei Deutsche und ein Holländer sehen Rabenstein und Kirchberg als zweite Heimat.

Von Gila Wohlmann und Gerhard Hackner. Erstellt am 18. August 2021 (05:21)
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Gabriele Wennmann verbrachte schon als Kind Erholungsurlaube in Rabenstein.
privat

Das Pielachtal ist eine Reise wert. Davon sind Marlies Zick (88) und ihre Nichte Gabriele Wennmann (61) überzeugt. Zick verbringt seit 66 Jahren, Wennmann seit 60 Jahren ihren Urlaub in Rabenstein. in den ersten Jahren wohnten sie am Brandlhof, dann durchgehend am Karhof der Familie Egger. Für ihre Treue zum „Dorf der Raben“ würdigte Bürgermeister Kurt Wittmann die Duisburgerinnen.

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Marlies Zick (3. v. l.) und Gabriele Wennmann (2. v. r.) urlauben am Karhof, im Bild mit Wilhelm Egger, Evelyn Gruber, Maria Egger, Wilhelm Egger senior und Ortschef Kurt Wittmann (v. l.).
Gemeinde

Ins Pielachtal verschlug es Zick durch eine Evakuierung während des Zweiten Weltkrieges. Zwei Jahre besuchte sie in Rabenstein sogar die Schule. In weiterer Folge kehrte sie als „Gast“ wieder. Zuerst wohnte sie mit ihrer Familie im „Wießhof“ der Familie Brandl in Königsbach, danach 15 Jahre im Hause der Familie Karner, ehe der „Karhof“ der Familie Egger zum Feriendomizil wurde.

Sie hat Rabenstein „als Ruhepol ihrer Kindheit in Erinnerung.“ Hier gab es etwas zu essen, Kriegsflugzeuge hörte man zwar, aber nur in der Ferne.

Ebenso begeistert ist ihre Nichte Gabriele Wennmann: „Rabenstein ist ein magischer Ort.“ In ihrer Kindheit sei hier für sie das Schlaraffenland gewesen. Mittlerweile reist die fünfte Generation ihrer Familie regelmäßig hierher.

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Hans Roelofs (2. v. l.) wurde im Beisein der Gastwirte Herta und Josef Kemetner für seine Treue zu Kirchberg von Bürgermeister Franz Singer (l.) und geschäftsführendem Gemeinderat Josef Engel (r.) geehrt.
Hackner

Seit 25 Jahren kommt indes der Holländer Johannes Albert Jan Roelofs, der von allen „Hans“ genannt wird, zum Urlaubsaufenthalt in das Gasthaus von Herta und Josef Kemetner nach Schwerbach. Für die Anreise in das Dirndltal legt er 976 Kilometer mit dem Auto zurück.

Der Stammgast war früher als Förster bei den staatlichen Forstbetrieben in der Niederlanden tätig. Jetzt ist er in Pension und meint: „Ich fühle mich hier im Quartier beim Schützenwirt in Schwerbach sehr wohl.“ Zwischen dem Urlauber und der Gastwirtefamilie hat sich fast schon eine familiäre Beziehung aufgebaut. Für seine Treue zu Kirchberg würdigte ihn die Gemeinde mit einer Urkunde und Präsenten wie dem Heimatbuch.

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