Schmetterlingen gekonnt auf der Spur. Anna Rußwurm fotografiert Schmetterlinge in Rabenstein. Bei Global 2000 erreichte sie den 1. Platz in NÖ, den 3. Platz bundesweit.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 19. November 2019 (04:00)
Der Schwalbenschwanz, aufgenommen von Anna Rußwurm. Viele ihrer Bilder entstehen im eigenen Garten in Rabenstein.
privat, Groihofer

Man muss wissen, wie. Darum schleicht sie sich an, schnell und doch ganz ruhig. „Manchem Schmetterling bin ich schon eine Stunde lang hinterhergerannt, bis ich ein schönes Foto hatte.“ Anna Rußwurm aus Rabenstein ist begeisterte Schmetterlings-Beobachterin, immer auf der Suche nach dem nächsten Schnappschuss.

Anna Rußwurm mit Glasglucken-Raupen, die aktuell in ihrem Wohn-zimmer Platz finden und im nächsten Jahr zu Schmetterlingen werden.
NOEN

Den Balztanz des Wandergelblings fängt sie ein, den Flug des Zitronenfalters oder die Paarung des schwarzen Apollos. Auf Stehleitern klettert sie, um den Distelfalter zu knipsen und sie läuft durch Brennesseln, um ihre Lieblingsinsekten nicht entwischen zu lassen. „Wenn wir wandern gehen, gibt es ständig längere Schmetterlingspausen“, lacht ihr Mann.

Seit Jahrzehnten schon faszinieren Anna Rußwurm die flatterhaften Geschöpfe. „Manche, wie den Schillerfalter oder den Schwalbenschwanz, kann man sogar fliegen hören.“ Bereits zum zweiten Mal erreichte die Rabensteinerin mit ihren Schmetterlingsfotografien nun einen Ehrenplatz. Blühendes Österreich und Global 2000 riefen auch heuer zur heimischen Schmetterlingszählung via Handy-App: Anna Rußwurm belegte österreichweit den dritten Platz und den ersten Platz in Niederösterreich. 27 Arten hat Anna Rußwurm im gesteckten Zeitraum im letzten Juli in ihrem Heimatort dokumentiert: „283 Exemplare und insgesamt 27 Arten.“

Auch die Gemeinde schätzt das Hobby der Rabensteinerin: Umweltgemeinderat Gottfried Auer freut die Artenvielfalt innerhalb des Ortsgebietes: „Um den Wert unserer Bilderbuch-Kulturlandschaft wusste ich zwar Bescheid, nicht jedoch über die Vielzahl der hier bei uns heimischen Schmetterlinge und Falter“.

Damit diese auch erhalten bleiben, hofft Rußwurm auf Rücksichtnahme: „Durch das oftmalige Mähen der Wiesen bleibt den Wiesenblumen leider zu wenig Zeit, um zu blühen.“

Im Moment begeben sich Anna Rußwurms Lieblingsinsekten in die Winterstarre. Und die Rabensteinerin freut sich auf den Frühling: „Dann geht es endlich wieder los.“