Katastrophenschutz: Hangwässer als Gefahr. Starkregenereignis vom Juli hat beweisen, dass Anpassung der Sonderalarmierungspläne an aktuelle Herausforderungen dringend notwendig ist.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 16. November 2016 (05:23)
NOEN, Wohlmann
Stefan Kreuzer, Stephan Vollsinger, Bernd Winkler, Andreas Ganaus, Christian Schießl, Gottfried Auer, Gottfried Hagel, Erich Czeiner und Peter Kreimelwollen den Zivilschutz verbessern.

„Jede neue Erkenntnis hilft uns weiter. Die Hangwässer vervollständigen das Bild“, sagt Bürgermeister Kurt Wittmann. Die Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz des Amtes der Landesregierung hatte am Freitag im Guk zu einer Besprechung betreffend des derzeit über Auftrag des Pielach-Wasserverbandes in Ausarbeitung befindlichen „Sonderkatastrophenschutzplan Hochwasser“ geladen.

Sanierungsmaßnahmen der Hangwässerschäden laufen noch immer

„Das Starkregenereignis und seine Folgen durch das Hangwasser in der Nacht des 26. Juli haben uns gezeigt, dass die Sonderalarmierungspläne um dieses Gefährdungspotenzial erweitert werden sollten.“ Da sind sich der Gottfried Auer, Obmann des Wasserverbandes und die Referenten, darunter Stefan Kreuzer, Experte für Zivilschutz im Land, einig. Rabenstein und Hofstetten zählten im Juli zu einer der am meisten von Starkregen betroffenen Gemeinden. Die Sanierungsmaßnahmen der Hangwässerschäden laufen noch immer.

Loitzenbach soll verlegt werden

„Der neue Gefahrenzonenplan soll in Hinkunft als Grundlage für Bauvorhaben und Widmungen dienen“, berichtet Stephan Vollsinger von Lawinen- und Wildbachverbauung des Landes. In Rabenstein steht derzeit alles im Zeichen der Schutzmaßnahmen im Bereich Loitzenbach, der dafür verlegt werden soll.

Sonderalarmierungspläne werden wichtiger

In Frankenfels werden Maßnahmen für den Nattersbach erarbeitet und in Weinburg im Bereich des Tannenbaches. FF-Abschnittskommandant Anton Gonaus zu den Sonderalarmierungsplänen: „Es ist wichtig, dass es diese gibt. So können wir besser solche Situationen üben und im Bedarfsfall darauf zurückgreifen und effizienter agieren.“