Nach Rekordhochwasser ist Normalität in Sicht. Knapp drei Monate nach dem Rekordhochwasser in St. Margarethen sieht es im Amtshaus noch nach Großbaustelle aus. Thallauer möchte noch im heurigen Jahr wieder übersiedeln.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 20. November 2020 (03:40)
Bürgermeisterin Brigitte Thallauer freut sich auf die Rückkehr ins Gemeindeamt.
Burmetler

Beim Lokalaugenschein im Gemeindeamt St. Margarethen an der Sierning deutet noch nicht viel auf eine Rückkehr hin. Zur Erinnerung: Durch das Starkregenereignis im Sommer wurden die Amtsräume geflutet, der Bauhof ist seither das neue Ausweichquartier.

„Die langen Lieferzeiten der unterschiedlichen Materialien machen eine zügige Fertigstellung schwierig“, bedauert Bürgermeisterin Brigitte Thallauer.

So lassen die neuen Kellerfenster auf sich warten und der Tischler muss sich wegen der neuen Türstöcke gedulden. Ganz untätig war man selbstverständlich nicht. Die Malerarbeiten sind abgeschlossen, der neue Fußboden steht bereits zum Verlegen parat und die Elektroinstallationen sind im Endspurt. „Mein Wunsch wäre es, noch heuer übersiedeln zu können. Dann werden die Wege Bevölkerung wieder kürzer und ein bisschen Normalität zieht ein“, hofft Thallauer. Da der Keller bis zur Decke überflutet war und dadurch die EDV-Server komplett zerstört waren, wird die EDV künftig ein Stockwerk höher untergebracht. Erst vor kurzem fanden die letzten Trocknungsarbeiten im Keller statt. Zum Alltag im Bauhofprovisorium erzählt die Ortschefin: „Im Bauhof geht alles sehr gut über die Bühne. Jeder kann seine behördlichen Sachen ganz normal erledigen.“

Die Gemeindemitarbeiter haben im Bauhof zwei Zimmer, davon war eine Räumlichkeit für die Mitarbeiter und ein Raum das neue Bürgerbüro. Aufgrund von Corona ist derzeit in beiden Zimmern nur je eine Person vor Ort. Wann das Heimatmuseum wieder zugänglich wird, steht noch nicht fest. „Viele Freiwillige sind noch immer dabei, Schriften und Fotos zu restaurieren“, erzählt Thallauer.