Polizist als Lebensretter bei Brand in Loich

Während es schon im ganzen Haus qualmte, schlief ein Loicher tief und fest. Gruppeninspektor Christian Rucker befreite ihn rechtzeitig.

Erstellt am 25. August 2021 | 07:08

Die Polizei, dein Freund und Helfer: Gruppeninspektor Christian Rucker von der Polizei Kirchberg gelang es, am Montagnachmittag diesem Spruch gerecht zu werden.

Der Kirchberger Beamte war auf Routine-Streifenfahrt. In Loich fiel ihm jedoch auf, dass aus einem Haus starker Rauch strömte.

„Aus zwei Fenstern im Obergeschoß qualmte es massiv“, erzählt er. Sofort hielt er an und sah nach. Das Haus war jedoch versperrt. Er machte einen Rundgang um das Gebäude. „Auf der Rückseite entdeckte ich einen Lichtschacht beim Haus, aus dem ebenfalls starker Rauch drang“, erinnert sich Rucker. Er fackelte nicht lange und verständigte die Feuerwehr.

„Da ich davon ausging, dass der Bewohner noch drinnen ist und in Lebensgefahr sein könnte, wollte ich keine wertvolle Zeit verstreichen lassen“, schildert er. Mit einer zufällig herumliegenden Eisenstange schlug er das Glas der Terrassentüre ein, um in die Wohnung zu gelangen.

Und Rucker hatte das richtige Gespür: Der Hausbewohner schlief tief und fest in seinem Schlafzimmer. Den starken Rauch, der ihn umgab, hatte er noch nicht bemerkt, vorerst auch nicht den „Polizeibesuch.“ „Er reagierte nicht. Ich weckte ihn und geleitete ihn durch die Rauchschwaden ins Freie. Dann rief ich die Rettung“, berichtet der Polizist.

Einstweilen war auch schon die Feuerwehr Loich eingetroffen. Rasch stellten die Floriani den Brandherd im Keller fest. „Es brannte zwar noch nicht, aber der Ofen zog nicht richtig und alles war verraucht“, schildert Feuerwehrkommandant Leopold Seeland. Die Feuerwehren aus Kirchberg, Weißenburg und Frankenfels wurden auch vorbeugend alarmiert. Letztlich hatten aber die Loicher Floriani die Situation bald im Griff. „Wir belüfteten die Räume und räumten den Ofen aus“, so Seeland.

Der Hausbewohner wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von der Rettung ins Landesklinikum Lilienfeld gebracht. Polizist Rucker hatte Glück. Er kam bei seinem Lebensretter-Einsatz glimpflich mit leichten Kopfschmerzen davon und konnte seinen Dienst fortsetzen.

„Es war eine perfekte Rettungskette“, stellt Feuerwehrchef Seeland fest. Der Polizist hätte ein Unglück verhindert. Lob kommt auch von Bezirkspolizeikommandant Gerhard Pichler: „Unser Kollege hat vorbildlich gehandelt. Ohne sein rasches Agieren hätte dieses Brandgeschehen weit schlimmer ausgehen können.“