3.000 Bahnfreaks auf Fahrt im Pielachtal

Aus dem In- und Ausland reisten Besucher ins Tal, um die Mariazellerbahn kennenzulernen.

Gila Wohlmann
Gila Wohlmann Erstellt am 15. Juni 2021 | 15:30
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Der nostalgische Dampfzug Mh.6. zog Eisenbahnfans aus dem In- und Ausland ins Pielachtal.
Foto: Kortan, Kortan

Schmalspurtage im Pielachtal: Letztes Wochenende drehte sich im Pielachtal alles um die Mariazellerbahn und die Ausflugsziele auf der Strecke. Während der Schmalspurtage gaben die Museen und Vereine an der Schmalspurbahnstrecke interessante Einblicke in ihre Arbeit. Das Heizhaus der Dampflok Mh.6. in Ober-Grafendorf, der Kunstbahnhof Klangen, das Heimatmuseum in Hofstetten-Grünau, ebenso das detailgetreue Modellbahnmuseum im Bahnhof Kirchberg und nicht zuletzt das innovative Betriebszentrum Laubenbachmühle sind nur einige Einrichtungen, die besichtigt werden konnten.

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Die Fahrgäste genossen die wunderbare Landschaft des Pielachtals auf ihrer Fahrt. Da wurde oft der Fotoapparat oder die Smartphone-Kamera gezückt, um die Schmalspurtage 2021 in Erinnerung zu behalten.
Kortan

Das Angebot nutzten viele: Die NÖ Bahnen zählten 3.000 Fahrgäste, darunter zahlreiche Eisenbahnfans aus Deutschland, Belgien, Holland und Italien. Alle erkundeten das Pielachtal mit der Mariazellerbahn. „Die Gäste waren begeistert. Die Corona-Schutzmaßnahmen wurden vorbildlich eingehalten“, schildert Mariazellerbahn-Dienstellenleiter Anton Hackner. Beliebte Fotomotive waren die Sonderzüge, die Diesellok V10, die Elektrolok E1 und der nostalgische Dampfzug.

Auch Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt ist froh, „dass so eine Veranstaltung wieder möglich war“. Doch die Planung der Schmalspurtage auf der Mariazellerbahn „war eine Gratwanderung“, meint Tourismusobmann Gerhard Hackner, denn: „Man wusste vor etlichen Wochen nicht, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Auflagen die Veranstaltungsorte zum Zeitpunkt des Festes haben würden.“

„Alle freuten sich, dass diese Veranstaltung überhaupt möglich war.“ Anton Hackner, Dienststellenleiter der Mariazellerbahn.

Trotz dieser Umstände haben die Schmalspurtage an diesem Wochenende recht gut gepasst und das Wetter hat ebenso mitgespielt. Hackner: „Einige Veranstalter waren mit dem Besuch sehr zufrieden, andere weniger.“ Gut besucht war das Modellbahnmuseum. „Die Besucher kamen aus der Region, aber auch von auswärts“, berichten Walter Puchegger und Alexander Fink vom Modellbahnverein. Auf jeden Fall gibt es eine Nachbesprechung aller Veranstaltungspartner, kündigt Hackner an. Dann wird entschieden, ob man sich im Juni 2022 wieder an ein großes Mariazellerbahnfestival heranwagt.