St. Pölten

Erstellt am 07. Juni 2017, 05:33

von Mario Kern

Verstärkung für das neue Notarztsystem. Erweiterter Rettungstransportwagen wird in der Stadt ab 1. Juli das neue Notarzteinsatzfahrzeug ergänzen.

Werner Schlögl und Markus Voglauer bündeln ihre Kräfte für ein gemeinsamesPilot-Projekt: den RTW-C, der ab Anfang Juli das Notarzteinsatzfahrzeug begleiten wird.  |  NOEN, Erna Kazic

Mit dem Start des neuen vom Land vorgeschriebenen Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) am 1. Juli wird der traditionelle Notarztwagen (NAW) Geschichte sein: Wendiger und flexibler sollen Notärzte landesweit mit dem NEF sein – deren Transporte übernehmen dafür klassische Rettungstransportwägen. „Das aber stellt für den Rettungsdienst nun eine Herausforderung dar, da bisher Notarzt-Patienten im NAW transportiert wurden“, erläutert St. Pöltens ASBÖ-Obmann Markus Voglauer. Dieser Umstand mache „eine zusätzliche Ressource von höchster Versorgungsqualität“ notwendig, um bei schweren Fällen bestausgerüstete Transporte ins Klinikum durchführen zu können.

Wöchentliche Abwechslung

Der St. Pöltner Samariterbund und die Bezirksorganisation des Roten Kreuzes stellen deswegen dem NEF – mit dem sich beide Rettungsorganisationen wöchentlich abwechseln – einen höherwertigen Rettungstransportwagen zur Seite. Neben überlebenswichtigen Werkzeugen wie EKG, Defibrillator und Beatmungsmaschine wird das Team des sogenannten RTW-C von einem Notfallsanitäter ergänzt. Mit diesem Projekt sind die St. Pöltner Retter Vorreiter in Niederösterreich.

„Wir sind stolz auf dieses Pilot-Projekt und überzeugt, dass wir damit in eine neue Zeit gehen, die auch geprägt ist vom guten Miteinander der Rettungsdienstorganisationen im Sinne unserer Patienten“, zeigt sich ASBÖ-Obmann Voglauer erfreut. Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Schlögl ergänzt: „Der RTW-C ist eine Weiterführung der guten Kooperation des Roten Kreuzes und des ASBÖ in der Landeshauptstadt.“