Stoff statt Müllberge im Pielachtal. Die zweifache Mama Raphaela Vacula hat sich Stoffwindeln und Tragehilfen verschrieben.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 09. Oktober 2020 (03:42)
... und auch Stoffwindelberatungen bietet sie an, denn die bunten Designs haben es ihr angetan.
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Raphaela Vakula unterstützt Eltern bei der Auswahl von Tragehilfen ...
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Durchschnittlich 354 Kilogramm Müll produzieren die Pielachtaler pro Jahr. Noch mehr wird es, wenn ein Baby im Haus ist und mit Wegwerfwindeln gewickelt wird. „Rund eine Tonne Müll pro Kind fällt über die gesamte Wickelzeit von etwa drei Jahren an“, weiß Raphaela Vacula aus Hofstetten-Grünau. Sie ist Mutter zweier Buben und hat ihre Leidenschaft für Stoffwindeln zum Beruf gemacht.

Weil ihr von Stoffwindeln abgeraten wurde, wickelte Vacula erst selbst mit Wegwerfwindeln, nach fünf Monaten stieg sie um, das machte sich beim Müllaufkommen, aber auch finanziell bemerkbar. Denn zwischen 700 und 1.200 Euro kosten die Windeln über die gesamte Wickelzeit. Die Begeisterung für die verschiedenen Wickelsysteme aus Stoff gibt „WickelVacula“, wie sie sich nennt, auch an Familien weiter. „Die Stoffwindeln mit ihren bunten und stylischen Designs erleben gerade einen Aufschwung“, freut sich 29-Jährige. Sie berät bei ihren Kunden zu Hause oder in ihrem eigenen Beratungsraum.

Neben den Stoffwindeln hat sich Vacula auch den Tragehilfen verschrieben. Auch hier war erst ihr zweites Kind „Vollzeittragling“. „Durch das Tragen bekommen unsere Babys ein Ganzkörpertraining bei dem vor allem die Tiefenmuskulatur trainiert wird. Durch die physiologisch korrekte Anhock-Spreiz-Haltung, die jedes Baby beim Hochnehmen automatisch einnimmt, kann die Hüfte optimal nachreifen“, erklärt Vacula. Sie bietet auch Trageberatungen an. Denn nicht jede Tragehilfe passe zu jedem Kind.