Sozialarbeiter ziehen erste positive Bilanz. 2.390 Kontakte zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen – so die Bilanz nach acht Monaten Streetwork Pielachtal, das mit Unterstützung von Bund, Land und EU umgesetzt wird. In diesen Monaten seit dem Start im September des Vorjahres stand die Aufbauarbeit klar im Mittelpunkt.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 12. Mai 2021 (03:44)
Freuen sich über den Jugendraum im Gemeinde- und Kulturzentrum in Rabenstein: Jugendgemeinderat Manuel Grünbichler, Amtsleiterin Evelyn Gruber, Streetworker Mario D’Ancona und geschäftsführender Gemeinderat Karl Braunsteiner.
Filip Eelbode/Verein Jugend und Lebenswelt, Filip Eelbode/Verein Jugend und Lebenswelt

Mittlerweile arbeitet das Streetwork-Team in einzelnen Gemeinden mit unterschiedlichen Gruppierungen und junge Menschen fragen nach, wann die Streetworker wieder in ,ihrer‘ Gemeinde unterwegs sind. „Was wir feststellen, ist: Junge Pielachtaler und Pielachtalerinnen halten sich gerne draußen auf. Sobald die Sonne scheint, sind sie auf öffentlichen Plätzen anzutreffen. Zudem pendeln sie auch zwischen den Gemeinden zur Freizeitgestaltung“, erklärt Barbara Rieder, Einrichtungsleitung, und fügt hinzu: „Wir sehen uns als Ergänzung zu bestehenden Strukturen in den Gemeinden wie Landjugend, Fußball oder Feuerwehr.“

„Über allen erfolgten und kommenden Aktivitäten steht die Beziehungsarbeit mit jungen Menschen und deren Bedarf.“ Barbara Rieder, Streetwork Pielachtal

Rieder und ihr Team sind zufrieden mit der Entwicklung des Projekts. Die Gemeinden stellten Jugendräume zur Verfügung. „In Rabenstein haben wir die Zusage für einen Raum im Gemeinde- und Kulturzentrum erhalten“, freut sich Rieder. Erfolgreich wurden für vier Jugendräume und Projekte Zusatzfinanzierungen von Bund und Land aufgestellt.

Beziehungsarbeit steht im Mittelpunkt

„Über allen erfolgten und kommenden Aktivitäten steht die Beziehungsarbeit mit jungen Menschen und deren Bedarf. Das und die Erwartungen der unterstützenden Gemeinden haben wir aufzugreifen und professionell zu verarbeiten“, erklärt Rieder. Was in welcher Form umgesetzt werden könne, sei aber auch abhängig von den Pandemie-Maßnahmen der Bundesregierung. Weiter geht es in den nächsten Wochen mit der Adaption und Ausgestaltung der Anlaufstellen in den Gemeinden, das Beteiligungsprojekt Pavillon in Kirchberg, die Gartengestaltung in Ober-Grafendorf und die Umsetzung des Waggon-Projektes in Weinburg.