Heinz Trutschnig will zum Nachdenken anregen. Der Weinburger Heinz Trutschnig zeigt im September nach „Light & Shadow“ ein weiteres Projekt mit Daniel Knopfhart. „Lichtblick“ findet Erwähnung in internationalem Katalog.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 19. Februar 2021 (03:04)
Dem Weinburger Künstler Heinz Trutschnig wurden im „Biennale Arte Barocco Salentino 2020“ als Preisträger einige Seiten gewidmet.
Trutschnig

Mit „Light & Shadow“ am St. Pöltner Glanzstoffareal realisierte Trutschnig im Vorjahr ein Projekt mit seinem Künstlerkollegen Daniel Knopfhart. Heuer im September soll es ein weiteres geben. „Die Projektarbeiten sind geschrieben und alle Zusagen haben wir bereits erhalten“, freut sich Trutschnig.

„Wir wollen nicht mehr über die Situation ,Pandemie‘ sprechen und diskutieren, wir möchten handeln. Nur wenn man handelt, wird sich etwas verändern“, erklärt Trutschnig. Die beiden Künstler wollen die Besucher zum Nachdenken anregen und einen Beitrag zur Demokratie leisten. „Wie wichtig ist Kunst und Kultur, wollen wir in eine alte Normalität zurückkehren oder nützen wir die Möglichkeit in eine neue einzutauchen?“. Mehr möchte Trutschnig zum neuen Projekt nicht verraten.

Trutschnig füllt Seiten in internationalem Katalog

„Ein Lichtblick in Zeiten wie diesen“, freut sich der Weinburger Künstler Heinz Trutschnig, ihm wurden ein paar Seiten im jetzt erschienenen internationalen Katalog zur „Biennale Arte Barocco Salentino 2020“ gewidmet. Trutschnig überzeugte im Vorjahr die Jury mit seinem Werk „forever“, das die Accademia erstanden hat und das nun dauerhaft in Italien bleibt. Thematisch hat sich der Weinburger darin mit der Coronakrise auseinandergesetzt: „Der Ausdruck des Mädchens im Einklang mit dem Schwan verleiht genau den Eindruck der Verbindung einer Ewigkeit. Gemalt in der Zeit des Coronavirus und seinen erschreckenden Folgen signalisiert das Werk auch den Zusammenhalt, den man in Italien stark spüren konnte“, erklärte Trutschnig damals sein Werk.

Obwohl die Nennung im Katalog für ihn ein „Lichtblick in Zeiten der Pandemie ist“, ist er beunruhigt: „Irgendwie kommt das Gefühl auf, dass unsere Demokratie in Gefahr ist. Die Bevölkerung spaltet sich und Grundrechte wie auch Menschenrechte gehen langsam verloren.“ Als Künstler will er aber mit seinen Kollegen einen Beitrag dazu leisten, die Menschen wieder zu vereinen und für eine gute Stimmung zu sorgen. Sei es mit Konzerten, Auftritten, Ausstellungen und aber auch mit Projekten.