Pielachtal will Gäste mit Natur locken. Im Rennen um die österreichischen Feriengäste setzt das Tal auf Ausflüge in der Region. „Nicht in trockenen Tüchern.“

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:35)
Im Steinschalerhof verzeichnet man steigende Anfragen, hier im Bild Johanna Weiss.
Groihofer

Zu jenen Orten, die in der Region St. Pölten den größten Anteil österreichischer Übernachtungsgäste verbuchen konnten, gehörten im Vorjahr Frankenfels und Loich. Zudem zählen laut Rechercheplattform Addendum Rabenstein und Hofstetten-Grünau zu den Gemeinden des Bezirks, die sich 2019 insgesamt über die meisten Nächtigungen freuen konnten. Gute Vorboten für die Sommersaison 2020, für die durch Corona auf verstärkten Urlaub in Österreich gehofft wird?

„Es sind Anfragen da, Tendenz steigend, aber noch ist der Sommer nicht in trockenen Tüchern“, sagt Steinschalerhof-Hotelier Johann Weiss aus Rabenstein, „aber der Trend zu Österreich ist auf jeden Fall spürbar.“

Selman Salihaj vom Landgasthof Kammerhof in Hofstetten-Grünau hofft auf eine Rückkehr zur Normalität: „Hoffentlich wird es bald so sein, wie es einmal war, mehr wünsche ich mir gar nicht.“ Von einem Ansturm auf den Sommer habe er noch nichts gemerkt. „Die Menschen trauen sich noch nicht recht“, erzählt auch Herta Kemetner vom Kirchberger Gasthof Kemetner, „und Stammgäste aus Deutschland konnten etwa im Mai aufgrund der Beschränkungen nicht kommen.“

Selman Salihaj vom Landgasthof Kammerhof in Hofstetten-Grünau, hier mit Josef Detzer, hofft auf eine Rückkehr zur Normalität.
privat

„Nach dem Lockdown ist für unsere Gastronomie-, Nächtigungs- und Tourismusbetriebe sowie für die ganze Region eine gute Auslastung im Sommer und Herbst von großer Bedeutung“, betont der Pielachtaler Tourismusobmann Gerhard Hackner. Die Region rüstet sich daher bereits: In Kooperation mit den Gemeinden und der NÖVOG wurden acht Packages für Tagesausflüge mit der Mariazellerbahn erstellt. Inkludiert darin sind etwa Tipps für Ausflüge zur World of Styx in Ober-Grafendorf, zum Abenteuerland Pielachtal oder Kletterzentrum in Weinburg. Gelockt werden sollen die Gäste indes vor allem mit Natur: dem Pielachtalradweg, den rund 500 Kilometern markierter Wanderwege und dem Pielachtaler Rundwanderweg. „Im Dirndltal ist Abstand halten kein Problem. Daher bieten sich unsere Natur-Pur-Angebote und unsere herrliche Kulturlandschaft gerade jetzt für Tagesauflüge und Urlaube bestens an“, so Gerhard Hackner.

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