Frankenfelser heimste mit Master-Arbeit Wissenschaftspreis ein

Patrick Zöchling gewann in der Kategorie Master-Arbeiten beim Wissenschaf[f]t Zukunft Preis 2021.

Erstellt am 22. November 2021 | 05:24
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Patrick Zöchling aus Frankenfels befasste sich in seiner Masterarbeit mit dem Pielachtal und wurde ausgezeichnet.
Foto: Raphaela Pröll

Das Potenzial des Pielachtals schaute sich der Frankenfelser Patrick Zöchling im Rahmen seiner Masterarbeit „Integrative Betrachtungen als Chance für neue räumliche Qualitäten entlang der Mariazellerbahn“ an. Diese könnte vorbildliches Mobilitätsrückgrat für eine nachhaltige Raum- und Regionalentwicklung werden.

Die Reduzierung von Verkehrsströmen, die Verlagerung auf die Schiene, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und ein multimodal vernetztes Pielachtal sind dabei zentrale Ziele.

„Wie es wirklich läuft, hat mich zum Teil erschreckt.“Zöchling zum Thema Flächenversiegelung

Zöchling erhielt dafür den Wissenschaf[f]t Zukunft Preis 2021. Dieser wird von der Gesellschaft für Forschungsförderung m.b.H. im Auftrag des Landes NÖ vergeben und befasste sich dieses Jahr mit dem Thema „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“.

„Das Thema hat gut gepasst, deshalb habe ich mich beworben. Es hat mich doppelt gefreut, dass ich den Preis gewonnen habe, weil die Arbeit schon sehr kritisch und die Raumplanung Ländersache ist“, betont Zöchling, der seit dem Studium im Architekturbüro Mossburger tätig ist, welches etwa auch U-Bahnen plant. Der Frankenfelser wohnt in Wien, fährt aber gerne öfter nach Frankenfels. „Da sieht man, wie sich die Gegend entwickelt“, sagt er.

Im Studium „Green Buildung“ am FH Campus Wien und später im Architektur-Master an der TU Wien lernte der Frankfelser, „wie man es machen sollte.“ „Wie es wirklich läuft, hat mich zum Teil erschreckt“, weist Zöchbauer auf die Flächenversiegelung hin. Also widmete er sich der Landschafts- und Siedlungsentwicklung sowie der Mobilität der modernsten Schmalspurbahn Österreichs.

Zöchling sieht in der Mariazellerbahn auch für Pendler enormes Potenzial, das aber nicht ausgeschöpft werde. Jedoch ist er überzeugt: „Die Bahn alleine kann es nicht schaffen, es braucht andere Aspekte. So sollte bei der Siedlungsentwicklung darauf geachtet werden, dass der öffentliche Verkehr fußläufig erreichbar ist und man nicht auf das Auto angewiesen ist. In den wenigsten Gemeinden gibt es Wohnungen direkt an der Bahn. Wobei die Fahrtendienste eine große Rolle für den letzten Kilometer spielen. Die Gemeinden müssten dafür noch enger zusammenarbeiten. Aber man kann wirklich nur sagen ,Hut ab‘ vor dem, was jetzt schon geleistet wurde.“