Wasser und Radler im Ober-Grafendorfer Bau-Fokus. Wasserleitungen in der Raiffeisengasse werden neu verlegt. Auch ins Radwegnetz wird derzeit investiert.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 30. April 2020 (04:06)
Auf Höhe der Konditorei Weiß wird ab Juni am kombinierten Geh- und Radweg gearbeitet.
Burmetler

Anders als ursprünglich geplant, verläuft der Tief- und Straßenbau 2020 in der Gemeinde Ober-Grafendorf. Da aufgrund der Coronakrise keine Veranstaltungen in der Pielachtalhalle stattfinden können, nutzt man die verkehrsfreie Zeit in der Raiffeisengasse.

Ab 4. Mai werden dort neue Wasserleitungen sowie Internetbreitbandkabel verlegt. „Ursprünglich war das Bauvorhaben für 2020 nicht geplant. Aber da es keine Veranstaltungen gibt und daher ein geringes Verkehrsaufkommen in der Raiffeisengasse herrscht, nutzen wir die Zeit, um die 60 Jahre alten Wasserleitungen zu erneuern“, berichtet Ewald Rammel. „Da derzeit im Ort die A1 Telekom auch die Breitbandleitungen verlegt, nutzen wir diese Synergien der gemeinsamen Künetten-Trassierung“, so der geschäftsführende Gemeinderat weiter. Die Gasse wird gesperrt sein, für Anrainer ist die Zufahrt gestattet.

Die Raiffeisengasse ist ab 4. Mai für die Verlegung neuer Leitungen für den Verkehr gesperrt.
NOEN

Oberste Priorität hat das Radwegnetz, um endlich einen lückenlosen Radweg von der Bundesstraße 39 kommend in das Ortszentrum zu ermöglichen. Von der Ampel, vorbei am Würstelstand „Die Feldküche“ wird der Gehweg zu einem kombinierten Geh- und Radweg verbreitert. Ebenso wird von der Hafnergasse, auf Höhe der Konditorei Weiß bis zum Sparkassenplatz, der Weg zu einem kombinierten Geh- und Radweg vergrößert. Dazu informiert Ewald Rammel: „Die Verbreiterungen dienen der Sicherheit und haben allerhöchsten Vorrang und werden ab Juni durchgeführt.“

Große Verkehrseinschränkungen soll es bei den Bauarbeiten nicht geben. In den Sommermonaten wird zudem die B 39 im Bereich der Mühlbachbrücke und Tankstelle durch das Land Niederösterreich saniert. Im Herbst soll die Weinheberstraße komplett erneuert und in „Drain-Garden“-Qualität gestaltet werden, zudem wird die Tulpengasse asphaltiert und ebenfalls im Stil von „Drain Garden“ angelegt.

Kanalsystem soll entlastet werden

„Drain Garden“ soll das Kanalsystem entlasten, dabei halten Grünrabatte das Wasser bei Starkregen zurück, es verdunstet vor Ort wieder und erzeugt einen kühlenden Effekt.

In der Planungsphase befinden sich noch die barrierefreie Gestaltung rund um Kirche und Gemeinde, sowie der neue Hauptplatz. „Bezüglich der Platzgestaltung rund um Kirche und Gemeinde sind wir noch in Gesprächen mit der Diözese und es fehlen noch endgültige Zusagen. Das können wir nur miteinander und nicht alleine bewerkstelligen“, betont der geschäftsführende Gemeinderat Ewald Rammel.

Hinsichtlich des neuen Hauptplatzes in Ober-Grafendorf befindet sich die Gemeinde zusammen mit dem beauftragten Architekturbüro ebenfalls mitten in der Planungsphase. Jedoch ist man vorerst von der konkreten Bauphase für 2020 noch entfernt.