„Tiere im Garten zu begraben, ist erlaubt“. Tote Haustiere / Im Bezirk gibt es sechs Abgabestellen für verstorbene „Lieblinge“. Laut GVU ist Bestattung auf eigenen Grün erlaubt.

Erstellt am 28. April 2014 (23:59)
NOEN, Manfred Gundacker
Gemeindearbeiter Josef Thallauer zeigt den Sammelcontainer der TKB-Sammelstelle im Altstoffsammelzentrum der Gemeinde St. Margarethen, wo die toten Heimtiere entsorgt werden können. Foto: Manfred Gundacker
Der Fall der toten Katze im Ebersdorfer See (die NÖN berichtete) sorgt im Bezirk weiterhin für Diskussionen. Nicht nur, dass die Tat von vielen Menschen verurteilt wird, brachte sie auch die Frage an das Tageslicht, wo man sein verstorbenes Haustier entsorgen kann.

Im gesamten Bezirk gibt es sechs Tierkörperbeseitigungs-Abgabestellen (TKB), die vom Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung (GVU) betreut werden. „Unseres Wissens werden alle Sammelstellen sehr gut angenommen“, erklärt Markus Punz vom GVU. Bei diesen Abgabestellen stehen Kühltruhen mit Kammern zur Verfügung, die Kadaver werden von der Tierköperverwertung Saria abgeholt.

Bei großen Haustieren, die nicht in die Öffnung passen, kann über die Gemeinde eine Abholung über die Saria veranlasst werden. „Soweit von dem toten Tier keine Seuchengefahr ausgeht, ist es auch weiterhin erlaubt, die Tiere im Garten zu begraben“ informiert Punz.

"Es bringt nur von Zeit zu Zeit jemand ein totes Tier"

Eine Abgabestelle für Tierkadaver gibt es in der Landeshauptstadt in der Linzer Straße 145. „Überwiegend geschieht die Abgabe von verendeten Haustieren über die Tierärzte“, erklärt Thomas Kainz vom Medienservice der Stadt St. Pölten. Kainz berichtet auch von Interessensbekundungen betreffend Tierfriedhöfen und Kremation von Heimtieren: „Dafür gibt es aber keine konkreten Projekte.“

In der Gemeinde St. Margarethen befindet sich eine von zwei TKB-Abgabestellen im Pielachtal. Das Angebot wird aber von der Bevölkerung sehr wenig in Anspruch genommen, wie Amtsleiterin Renate Mayringer auf NÖN-Anfrage berichtet: „Es bringt nur von Zeit zu Zeit jemand ein totes Tier. Ansonsten werden wir auch von der Jägerschaft frequentiert.“ Der große Renner ist die Abgabestelle auch in Neulengbach nicht. „Wir haben höchstens zwei von drei Kammern geöffnet“, sagt Bauhofleiter Josef Eckl.

Anders läuft es laut dem Gemeindebediensteten Thorsten Sassmann in Wilhelmsburg: „Das Angebot wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen.“