Die Gäste kehren ins Pielachtal zurück

Schwarzenbach und Hofstetten-Grünau freuen sich heuer sogar über mehr Nächtigungen und Ankünfte als noch vor Covid 2019.

Maria Prchal
Maria Prchal Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:52
Aufschwung - Tourismusbilanz: Die Gäste kehren ins Pielachtal zurück
Besonders Natur und Kulturlandschaft ziehen die Besucher im Pielachtal an. Foto: Mostviertel Tourismus, weinfranz.at
Foto: Mostviertel Tourismus, weinfranz.at

Der Pielachtaler Tourismus ist längst noch nicht aus der Krise, aber es geht bergauf. „Während manche Gemeinden in den letzten zwei Jahren einen Rückgang von teilweise mehr als 50 Prozent verbuchen mussten, haben sich andere bereits besser erholen können“, analysiert die Obfrau des Tourismusverbands Veronika Harm.

Zwei Gemeinden top, großer Rückgang in Frankenfels

Hofstetten-Grünau und Schwarzenbach sind die einzigen Gemeinden, die sogar mehr Nächtigungen und Ankünfte als noch 2019 melden konnten. Der Vergleichszeitraum liegt zwischen Jänner und Juli.

In Hofstetten-Grünau waren es 1.491 Ankünfte und 4.305 Nächtigungen im Vergleichszeitraum 2019; 2020 nur 922 Ankünfte und 3.211 Nächtigungen. 2021 dann ganze 1.814 Ankünfte und 5.490 Nächtigungen.

Schwarzenbach steigerte sich bei den Ankünften sogar schon von 2019 auf 2020 von 401 auf 442; 758 waren es dann 2021. Bei den Nächtigungen waren es 2019 982, heuer ganze 2.402.

Den Boom spürt Selman Salihaj vom Landgasthof Kammerhof in Hofstetten-Grünau: „Wenn nicht noch ein Lockdown kommt, haben wir es geschafft.“ Sowohl das Geschäft mit den Zimmern als auch in der Gastro laufe gut. Nur bei den Seminaren und Feiern fehle derweil noch das Interesse.

Den stärksten Rückgang der Zahlen gab es in Frankenfels: 2019 waren es noch 1.390 Ankünfte im Vergleichzeitraum Jänner bis Juli. Heuer nur 222. Die Nächtigungen schrumpften von 3.703 auf 681.

Der Geschäftsführer des Mostviertel-Tourismus Andreas Purt erklärt, wieso 2021 nach 2020 ebenfalls ein sehr schwieriges Jahr war: „Das lag einerseits am Totalausfall zu Beginn des Jahres und andererseits verlief der Sommer nicht so toll wie 2020. Die Gäste haben im Juli vorzugsweise Meerdestinationen gesucht, auch das sehr instabile Wetter in den Sommermonaten trug das Seine dazu bei.“

Steigerungen bei Campinggästen

Wie weit die Zahlen an der Realität der Betriebe vorbeigehen können, zeigt sich am Voralpenhof in Frankenfels. Sowohl bei den Seminargästen als auch bei den Tagesausflüglern laufe das Geschäft gut, sagt Chefin Petra Hofegger: „Wir sind ganz zufrieden mit unserer Buchungslage. Es geht sich gut aus.“

In manchen Bereichen schaut es besonders gut aus, erzählt Purt: „Nächtigungssteigerungen gab es im Campingbereich, wo wir einen neuen Anbieter haben – und im Bereich der Ferienwohnungen. Das Business-Segment hat sich auch wieder etwas erholt, konnte aber das Minus der ersten Monate nicht aufholen.“