Toter Biber hatte innere Verletzungen. Angespülter Biber in Tradigist dürfte mit einem Kraftfahrzeug zusammengestoßen sein.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 30. April 2021 (03:05)
Der tote Biber in Tradigist wies äußerlich keine Verletzungen auf. An der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde er untersucht. Der Nager wies ein einseitiges stumpfes Trauma auf.
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Das Rätsel um den toten Biber, der in Tradigist bei Roman Kaufmann angespült wurde, ist gelöst. Die Pathologie des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität schaute sich das Tier genau an. Der Nager dürfte mit einem Kraftfahrzeug zusammengestoßen sein.

„Nachdem der Fundort in einem Bereich liegt, wo die L 107 in weiten Teilen direkt neben dem Tradigistbach verläuft, gehen wir von einem Zusammenprall mit einem Fahrzeug aus“, sagt Ronald Knapp vom Wildtiermanagement. Das Tier habe rechts ein massives, einseitiges Trauma durch eine stumpfe Gewalteinwirkung aufgewiesen und es gab großflächige Blutungen. Außerdem konnten die Veterinäre Einblutungen in die Lunge feststellen, vermutlich, weil gebrochene Rippen diese durchstoßen hatten. „Nachdem Biber die Nähe zum Wasser suchen, hat sich das verletzte Tier offenbar nach dem Zusammenstoß bis ins Gewässer bewegt und ist dort an den Verletzungen verendet“, so Knapp.