„Über uns nur der Himmel“. Drei wagemutige Skyflyer stürzten sich über Ober-Grafendorf aus einer Ballonkabine, um auf ihrem Weg nach unten eine atemberaubende Show zu bieten.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. März 2014 (23:59)
NOEN, Glück
Ballonfahrer Günther Brunnthaler, Patrik Schwaiger, Alex Mayr, Andreas Hajek und Andreas Simoner nach der geglückten Landung.
Von Markus Glück

Am Freitagmorgen gingen die Blicke in Ober-Grafendorf Richtung Himmel: Grund war ein spektakulärer Ballonjump mit den Extremsportlern Patrik Schwaiger, Alex Mayr und Andreas Hajek. Unterstützt wurden die Mitglieder des „Flying Towels Speedflyingteam“, die normalerweise an steilen Hängen entlang fliegen und dort mit dem Profil des Berges spielen, vom Traisentaler Heißluftballonverein rund um den Traismaurer Obmann Günther Brunnthaler und dem zweifachen Staatsmeister Andreas Simoner.

 „Wir suchen immer eine neue Herausforderung.“

In einer Höhe von 2.600 Meter stürzten sich die drei wagemutigen Sportler in den Morgenstunden aus dem Ballonkorb, um dann, garniert mit beeindruckenden Einlagen, in Richtung Styx-Gelände zu fliegen, wo Dutzende Zuseher der Landung beiwohnten. Dauerte der Sprung zwar nur wenige Minuten, stand davor eine vier Monate lange Vorbereitung aller Teilnehmer.
NOEN, Glück
x
„Ich habe 150 Stunden Videomaterial studiert, um zu wissen, wie der Schirm fällt und welche Einflüsse es gibt“, ist Patrick Schwaiger froh, dass der Premierensprung einwandfrei geklappt hat. Den Antrieb hinter solchen Stunts sehen die Speedflyer im Nervenkitzel, wie Andreas Hajek erzählt: „Wir suchen immer eine neue Herausforderung.“

„Für uns gilt: Über uns ist nur der Himmel.“

Damit das Projekt realisiert werden konnte, benötigte das Trio auch die Unterstützung von zwei erfahrenen Ballonfahrern. „Jeder musste sich individuell auf den Sprung vorbereiten, damit alles klappt“, beschäftigte sich Obmann Günther Brunnthaler unter anderem auch mit den Windrichtungen im Pielachtal.

Brunnthalers Verein wurde zwar erst vor einem Jahr gegründet, er hat aber in seiner kurzen Geschichte bereits mehrere Meilensteine zu verbuchen. So ist der zweifache Staatsmeister Andreas Simoner Teil des Klubs, im Sommer wird er Österreich bei der Weltmeisterschaft in Brasilien vertreten: „Was unsere Fußballer nicht erreicht haben, haben wenigstens wir Ballonfahrer geschafft.“

Eine Genugtuung für die Ballonfahrer, die mit ihrer Randsportart sehr mit Breitensportarten wie Fußball, Ski oder Tennis zu kämpfen haben, wie Brunnthaler berichtet: „Ballonfahren ist ein Lebensgefühl. Für uns gilt: Über uns ist nur der Himmel.“