Neue Anlage als Aufwertung für ESV Ober-Grafendorf. Alter und Unebenheiten machten neue Kegelbahn notwendig. Neue Mitglieder gesucht.

Von Bernhard Burmetler. Erstellt am 29. April 2021 (04:17)
Die neue Kegelbahn lädt nun zum Spielen ein.
ESV Kegelsektion, ESV Kegelsektion

Die Kegelsektion des Eisenbahnersportvereins, kurz ESV, nutzte die spielfreie Zeit und renovierte die 50 Jahre alte Kegelbahn von Grund auf.

„Die alte Anlage wurde Schritt für Schritt abgebaut. Aufgrund des feuchten Unterbodens wurden der alte Asphaltboden herausgestemmt und ein neuer Estrichboden gegossen“, sagt Gerhard Zingl. Unebenheiten auf der Bahn machten ebenfalls die Erneuerung notwendig. Jahrelange Erschütterungen durch den Straßenverkehr neben dem Vereinsgebäude setzten der Sportstätte mit den Jahren zu. Die Unterkonstruktion besteht nun aus Holzstaffeln und Spannplatten. Auf diese Konstruktion baute eine spezielle Kegelbahnbaufirma aus Leipzig die neue Bahn, die aus speziellen Kunststoffplatten besteht. Erneuert sind auch die Elektrik, die Beleuchtung und die Wandgestaltung.

Nach 50 Jahren: Kegelbahn von Grund auf renoviert

„Durch das neue Licht haben wir eine viel hellere und freundlichere Atmosphäre“, berichtet Edwin Thaller. An den Umbauarbeiten beteiligten sich auch zahlreiche Unternehmen aus Ober-Grafendorf, die Gemeinde und die Dachverbände OES und ASKÖ, Vereinsmitglieder und viele Freiwillige. Insgesamt dauerten die Umbauarbeiten drei Monate mit Lockdown-Unterbrechungen. „Ursprünglich hätte der Umbau Ende April beginnen sollen, aber da es erneut keine Frühjahrssaison gab, sind die Arbeiten vorverlegt worden“, teilte Sektionsleiter Johann Speiser mit.

Die Kegelsektion, die es seit 1968 gibt, besteht derzeit aus 12 Mitgliedern. „Natürlich sind neue Mitglieder jederzeit willkommen. Bei uns spielt neben der Sportlichkeit auch das gesellige Beisammensein eine große Rolle“, ergänzt Thaller. Die Bahn nutzen neben dem ESV auch Hobbypartien und Pensionisten. Für die Öffentlichkeit ist die Kegelbahn bei vorheriger Terminvereinbarung und gegen eine kleine Gebühr ebenfalls ab 18 Uhr zugänglich.

Für 2021 wünscht sich die Kegelsektion die Durchführung des „Gulaschkegelns“. „Bei diesem Turnier nehmen sowohl Vereine als auch Hobbyspieler teil. In der Regel nehmen 130 bis 140 Teilnehmer aus ganz Niederösterreich teil. Anschließend wird zum traditionellen Gulaschessen geladen“, schildern Speiser und Thaller. „Man muss aber die Situation akzeptieren, wie sie ist und abwarten“, meinen beide.