Unglück: Albin Tauber fiebert mit Rettern mit. Frankenfelser Höhlenführer verfolgt täglich aufmerksam die neuesten Meldungen aus Berchtesgaden.

Von Markus Glück. Erstellt am 16. Juni 2014 (08:47)
Der Höhlenführer der Frankenfelser Nixhöhle Albin Tauber fiebert mit den Rettern in Berchtesgaden mit. Foto: privat
NOEN, privat
Gespannt verfolgt der Nixhöhlen-Höhlenführer Albin Tauber die Berichterstattung über das Unglück in der „Riesending-Höhle“ im Untersberg im deutschen Berchtesgaden. Dort wartet ein 52-jähriger Höhlenforscher seit einigen Tagen auf seine Rettung.

„Als Laie kann man sich nur schwer vorstellen, welche Belastung diese Situation für die Retter ist. Man muss psychisch und physisch in einer Top-Verfassung sein“, erklärt Tauber im NÖN-Gespräch. Tauber selbst war bereits in mehreren Höhlen in Österreich, vor allem das Höhlensystem im Toten Gebirge und im Dachsteingebiet ist ihm aufgrund seiner Ausbildung sehr gut bekannt.

Abseilen in ungewisse Tiefen der Höhle 

„In Höhlen kann es sehr eng werden. Oft weiß man beim Abseilen nicht, was einem danach erwartet“, so Tauber. Wie es ist, wenn man sich 200 Meter einen dunklen, engen Schacht abseilt, wissen die wenigsten: „Ich fiebere mit den Helfern vor Ort mit. Man darf keine Platzangst haben und muss aufkeimende Panik verhindern.“

Warum Menschen sich in das Ungewisse einer Höhle wagen, um sie zu erforschen, ist für den Frankenfelser leicht erklärt: „Man möchte wissen, was in einer Höhle passiert. Wie es mit dem Wasser aussieht und ob es Rohstoffe gibt, die man abbauen kann.“

Angst vor der Besichtigung einer gewöhnlichen Besucherhöhle muss man aber nicht haben, wie Tauber versichert: „Diese Höhlen sind gut erschlossen, es besteht also überhaupt keine Gefahr.“