„Fuck the System“: Partei-Schaukästen in Weinburg beschmiert

Erstellt am 19. Mai 2022 | 19:41
Lesezeit: 2 Min
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Der Schaukasten der SPÖ in der Dr.-Tschadek-Straße wurde beschmiert.
Foto: SPÖ Weinburg
Unbekannte verunstalteten SPÖ- und ÖVP-Schautafeln. Meinungsfreiheit könne man auch anders kundtun, meint SPÖ-Chef Strasser. ÖVP-Vorsitzende Leputsch-Figl mahnt, dass "Vandalismus kein Kavaliersdelikt ist".
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„Ich lade den/die Schaukastengestalter gerne zu einem Gespräch ein.“ Dieses Angebot macht SPÖ-Vorsitzender Vizebürgermeister Michael Strasser jenen bislang Unbekannten, die den SPÖ-Schaukasten mit den Worten „Fuck the System“ besprüht haben.

„Ist das die Lösung?“ möchte er gerne von den Sprayern wissen. Er glaubt nicht, dass es der Gesellschaft ohne Gesundheits- oder ohne Bildungssystem besser ginge. „Natürlich ist nicht alles optimal und es gibt nie ein ideales System, das für jeden passt. Wir können aber daran arbeiten, es für möglichst viele passend zu machen“, meint er. Er zeigt sich gesprächsbereit, denn: „Durchs Reden kommen die Leut‘ zsam!“

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Dieser Schaukasten der ÖVP Weinburg beim Gemeindeamt wurde auch besprüht.
Foto: ÖVP Weinburg

Der Groll der Sprayer richtet sich aber nicht nur gegen die SPÖ, denn auch der Schaukasten der ÖVP Weinburg neben dem Gemeindeamt blieb nicht verschont: Auch dieser wurde mit demselben Satz „Fuck the System“ verunstaltet. Bei ÖVP-Gemeindeparteivorsitzender Bettina Leputsch-Figl verursachen solche Aktionen nur besorgtes Kopfschütteln darüber, „was für einen destruktiven Zeitvertreib manche brauchen.“ 

Ob ein Zusammenhang mit dem vor kurzem umgeschnittenen Kindermaibaum (die NÖN berichtete) besteht, steht derzeit noch nicht fest.

Weder die SPÖ noch die ÖVP haben die Schmierereien angezeigt. „Aber ich erinnere daran, dass Vandalismus kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Straftat“, erinnert Leputsch-Figl.

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