ASBÖ-Stellen im Pielachtal aufgewertet. Rabenstein und Frankenfels werden zu RTW-C-Stützpunkten. Umsetzung erfolgt bis spätestens 2030.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 14. April 2021 (04:31)
ASBÖ Frankenfels

Die zwei Rettungsstellen des Arbeiter-Samariterbundes im Pielachtal werden künftig aufgewertet. Bis spätestens 2030 sollen in Rabenstein und Frankenfels Stützpunkte für Rettungstransportwagen des Typs C entstehen. Diese werden hauptsächlich für Rettungseinsätze verwendet, aber ebenso für den qualifizierten Krankentransport eingesetzt.

Wie es zur Optimierung der beiden ASBÖ-Standorte im Pielachtal kam, erklärt Stefan Spielbichler von Notruf NÖ: „In einer komplexen Rechnung wurden die Erreichbarkeit, die Umkreise und die Einsatzzahlen ausgewertet und die Standorte in Rabenstein und Frankenfels sind die logische Konsequenz daraus.“ Ziel sei es, flächendeckend eine hochqualitative Versorgung sicherzustellen. Eine Besonderheit des RTW-C ist, dass bei der Besatzung mindestens ein ausgebildeter Notfallsanitäter dabei sein und der Fahrer einen Führerschein der Klasse C besitzen muss.

„Es ist natürliche eine Aufwertung unserer Dienststelle, aber auch eine Aufgabe."

ASBÖ-Obmann Manfred Hößl aus Frankenfels berichtet: „Es ist natürliche eine Aufwertung unserer Dienststelle, aber auch eine Aufgabe. Denn wir haben zwar das Personal, aber nicht den Platz für das neue Fahrzeug.“ Er freut sich über den Zuspruch, denn: „Wir haben uns durch unser Engagement qualifiziert.“ Jetzt fehlt noch die passende Garage dazu. Diskussionen rund um die neue Mission gab es bereits: Weil der RTW-C stets mit zumindest einem Notfallsanitäter besetzt sein muss, fühlt sich manch anderer Freiwilliger „nicht mehr gut genug“. Die Bedenken zerstreut Hößl: „Klar werden die Anforderungen immer höher und es entwickelt sich alles Richtung hauptberuflich, das ist bei uns in der Region aber nicht finanzierbar. Wir werden also weiterhin auf die Hilfe der Freiwilligen angewiesen sein.“

„Das System lebt nach wie vor von den Krankentransporten, die weiterhin von Rettungssanitätern durchgeführt werden.“

Auch Willi Vorlaufer, Obmann des Samariterbundes in Rabenstein, betont, wie wichtig alle freiwilligen Helfer für die Organisation sind: „Das System lebt nach wie vor von den Krankentransporten, die weiterhin von Rettungssanitätern durchgeführt werden.“ Derzeit laufen schon die Vorbereitungen. Das Auto soll in den nächsten Wochen kommen. Die ersten Mitarbeiter haben bereits den Rettungsführerschein gemacht, mit dem der RTW-C gelenkt werden darf. „Wir werden frühestens nächstes Jahr starten. Wir bekommen das Geld erst, wenn wir den RTW-C täglich 24 Stunden besetzen können“, erklärt Vorlaufer. Das sei eine enorme Verbesserung, doch zudem werde der Druck größer. „Wenn wir das Rettungsauto nicht besetzen können, müssen wir eine Pönale zahlen.“ Weil die Ausbildung zum Notfallsanitäter Grundvoraussetzung für den RTW-C ist, wird Vorlaufer die Ausbildung machen – genauso wie die beiden anderen Hauptamtlichen.

130.000 Euro kostet das neue Fahrzeug, welches noch mehr Platz im Innenraum für die Versorgung bietet. „Der Schwebetisch für den schonenden Transport etwa von Traumapatienten braucht viel Platz“, erklärt Vorlaufer.