Kein Lockdown für Tierärzte im Pielachtal. Ob für Haus-, Nutztier oder Partner für Freizeit oder Sport: Veterinäre sind für Vierbeiner unermüdlich im Einsatz.

Von Gila Wohlmann, Gerhard Hackner und Daniela Mitterer-Karner. Erstellt am 26. November 2020 (03:38)

Die medizinische Versorgung im Lockdown muss gesichert sein, nicht für Menschen, sondern auch Tiere. Die Pielachtaler Tierärzte gehen weiter unermüdlich ihrer Arbeit nach. Die NÖN hat sich umgehört, wie diese in Corona-Zeiten läuft.

Tierarzt Peter Haselsteiner aus Frankenfels ist vorwiegend Großtierpraktiker. Daher verläuft seine Tätigkeit kaum anders als vor dem Lockdown. „Kranke oder verletzte Tiere brauchen sofort Hilfe“, sagt er. Die Zusammenarbeit mit den Landwirten klappt gut. „Wenn ich zu einem Bauernhof fahre, ist das zu behandelnde Tier bereits angehängt. So kann ich die Untersuchung oder Behandlung alleine durchführen. Wenn der Landwirt mithelfen muss, tragen wir natürlich Mund-Nasenschutz“, berichtet Haselsteiner. In seiner Kleintier-Ordination muss man sich einen Termin vereinbaren und ebenso die Hygiene-Maßnahmen einhalten.

„Ich habe einen großen Wartesaal. Die Bestimmungen sind aber einzuhalten“

„Die Leute kommen nach wie vor in die Kleintier-Ordination. Vielleicht wegen der Corona-Pandemie um eine Spur weniger“, merkt der Kirchberger Tierarzt Christian Sulzer. Der Besuch mit Haustieren erfolgt auch bei ihm gegen Voranmeldung. „Manche Tierbesitzer warten während der Behandlung im Freien. Eine Person darf aber mit Mund-Nasen-Schutzmaske in die Ordination. Sulzer: „Ich habe einen großen Wartesaal. Die Bestimmungen sind aber einzuhalten.“ Bei Tierarzt Wolfgang Schiessl aus Rabenstein werden die Kleintiere am Ordinationseingang übergeben. „Der Besitzer kann in der Zwischenzeit Einkäufe erledigen oder draußen warten. Erfrieren lassen wir aber niemanden“, schmunzelt er. Heidemaria Berger aus Kirchberg ist Fachtierärztin für Wiederkäuer. Auch sie bestätigt, dass Corona ihren Job nicht viel verändert hat. „Ich habe bei meiner Arbeit ein anderes Umfeld und bin dankbar, dass ich in Zeiten wie diesen, im Freien, in großen Ställen und Hallen arbeiten kann. Da ist Abstandhalten leicht möglich“, erzählt sie.

Petra Hiesberger-Zauner aus Haindorf-Markersdorf behandelt die meisten ihrer Pferdepatienten, wenn möglich, im Freien. „Ist die Unterstützung des Tierbesitzers nötig, wenn man beispielsweise ein Bein kurz aufhalten muss, tragen wir eben den Mund-Nasenschutz“, sagt sie.

Die Tierärzte sorgen auch für die Gesundheit des Menschen: Trotz Lockdown untersuchen sie Schlachttiere und nehmen Fleischkontrollen vor.