Start für Hochbehälter in Frankenfels. Nach den Unwettern war das Ortsleitungsnetz stundenlang unterbrochen. Umso mehr zeigt sich für Bürgermeister Putzenlechner Notwendigkeit eines weiteren Behälters.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 01. Juli 2020 (03:47)
In den kommenden Monaten wird der neue Hochbehälter beim Pfarrwald errichtet.
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„Das jüngste Starkregenereignis hat uns klar vor Augen geführt. Wir benötigen dringend noch einen Hochwasserbehälter“, stellt Ortschef Heinrich Putzenlechner fest.

Bei den Unwetterereignissen hat die bestehende UV-Anlage angeschlagen, da die Quelle getrübt war. Stundenlang mussten all jene, die am örtlichen Wasserleitungsnetz angeschlossen sind, ohne kühles Nass auskommen. Nur Gehöfte, die über eigene Hausbrunnen verfügen, waren „wasserautonom“. „Erst als die Wassermassen weniger wurden und die Quelle klar war, hat die Wasserversorgung wieder funktioniert. Die Bürger zeigten Verständnis für die Ausfälle“, sagt Putzenlechner.

Es sei begrüßenswert, dass die UV-Anlage so korrekt arbeite, doch die Wasserversorgung müsse gesichert werden. Dafür wurde ein schon länger wichtiges Projekt auf Schiene gebracht: der Bau eines zweiten Hochbehälters beim Pfarrwald. Baubeginn erfolgt Mitte Juli. „Der Kunststoffbehälter hat 250 Kubikmeter Fassungsvermögen und wird unterirdisch verlegt“, erklärt Putzenlechner. Die Firma Henninger & Partner ist mit der Planung und Bauführung betraut, die Arbeiten werden von den Firmen Strabag und Etertec vorgenommen. Rund 505.000 Euro kostet dieser, ein Teil wird aus dem Wasserwirtschaftfonds gefördert. „Wir finanzieren aus Rücklagen, die durch Kanal- und Wasserversorgungsgebühren eingenommen wurden“, betont er, dass keine Darlehensaufnahme von Nöten sei. Die Inbetriebnahme ist im September geplant.