Gericht tagt in Weinburger Amtsleiter-Causa. Die Gemeinde muss jetzt eine Stellungnahme abgeben. Anwältin des Ex- Mitarbeiters weist auf bislang fehlende Reaktion der Gemeinde seit Einreichung der Klagen hin.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:34)
Im Laufen ist die Causa entlassener Weinburger Amtsleiter. Jetzt sind die Anwälte am Zug.
Burmetler

Die Causa „entlassener Amtsleiter“ in Weinburg geht in die nächste Runde. Im Jänner findet laut Auskunft von Rechtsanwältin Sigrid Urbanek — sie vertritt den vom Dienst suspendierten Amtsleiter — die vorbereitende Tagsatzung statt.

Ihr Mandant wurde ja von Ortschef Peter Kalteis entlassen, da es Unstimmigkeiten zwischen seiner Arbeit und seinem Hausbau in Kärnten gab. Dorthin soll der ehemalige Amtsleiter sich Fenster liefern haben lassen, die jedoch das Etikett „Kindergarten Weinburg“ trugen. Das kam dem Transporteur, heute Mitarbeiter am Weinburger Bauhof, seltsam vor und er fotografierte das Etikett ab.

„Wir haben seit der Überreichung der Klage bei Gericht keine Mitteilung der Gemeinde erhalten; auch nicht über einen Gemeinderatsbeschluss oder dergleichen“, sagt Anwältin Urbanek, ob die Entlassung möglicherweise rückgängig gemacht wurde. Im Namen des Mandanten hätte sie eben eine weitere Klage überreicht. Das Gericht hat der Gemeinde eine Stellungnahme aufgetragen. „Diese Stellungnahme ist nun abzuwarten“, so Urbanek. Und: „Hier findet im Jänner 2021 die vorbereitende Tagsatzung statt.“ Ihr Mandant hätte bis heute keine Vorladung der Polizei erhalten.

Peter Kalteis verweist auf NÖN-Anfrage auf seinen Anwalt Hannes Huber. Er wolle die Sache „nicht über die Medien spielen.“ Bis Redaktionsschluss gab es seitens der Kanzlei trotz Anfrage per Mail und Telefon keine zeitgerechte Reaktion.