Kunstbahnhof Klangen: Kunst für den Planeten. Mit einem Symposium wollen Kunstschaffende auf Umweltprobleme aufmerksam machen. Den Höhepunkt bildet ein Freiluft-Festival am kommenden Samstag.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 24. September 2020 (03:48)
Marianna Blier und Jürgen Grazzi wollten mit ihren Kunstwerken auf den Planeten Erde aufmerksam machen.
Wohlmann

Aktuell kann es laut werden am Kunstbahnhof Klangen. Ob mittels Marmor-Skulpturen oder großflächigen Malereien – zwei Wochen lang widmen sich 13 Kunstschaffende dem Thema „Planet Erde“.

Die Truppe auf dem Bahnhofsgelände ist bunt gemischt, vom Profi bis zum Hobbykünstler, weitgereist und aus der Region. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, auf aktuelle Probleme der Natur hinzuweisen. „Ich bin froh, dass die Künstler ins Symposium eingestiegen sind. Das Thema war ihnen wichtig“, erzählt Initiator Jürgen Grazzi. Gleichzeitig soll das Projekt den Bahnhof beleben und Aufmerksamkeit erregen. „Damit die Öffentlichkeit sieht, dass es uns gibt“, ergänzt er. Und: „Wegen Corona erleben Künstler eine sehr schwierige Zeit.“

„Meine größte Inspiration ist die Landschaft, die mich hier umgibt, und ich will meine Skulptur darin integrieren.“ Marianna Blier, Künstlerin

Teilnehmerin Marianna Blier schwärmt vom Pielachtal: „Die Natur hier ist wunderschön.“ Es ist ihr erster Besuch im Tal der Dirndln, sonst lebt und arbeitet die gebürtige Russin in Wien und Carrara.

Sie arbeite viel mit Marmor, erzählt Blier. Für ihre aktuelle Arbeit habe sie jedoch bewusst einen lokalen Sandstein gewählt: „Meine größte Inspiration ist die Landschaft, die mich hier umgibt, und ich will meine Skulptur darin integrieren.“ Im Anschluss bleibt ihre Arbeit, wie alle anderen Kunstwerke auch, ein Jahr stehen.

Den krönenden Abschluss bildet ein Festival am Samstag, 26. September. Dann werden die fertigen Werke präsentiert. Darüber hinaus ist ein abwechslungsreiches Freiluft-Programm geplant mit einem Vortrag zum Thema „Klimawandel“, einem Auftritt des Europaballetts und der Band „Wia d‘ Hund‘ im Reg’n“.

Symposium und Festival sind Teil der Pielachtaler Erlebniswochen. Das Arbeitsmaterial wurde gesponsert, Kost und Logis für die Künstler wurden von den Gemeinden Weinburg und Ober-Grafendorf finanziert.