Michael Kern: „Impfung einziger Weg“. Michael Kern aus Weinburg hatte trotz Vorsicht vor kurzem Corona. Er zeigt Verständnis für Impfskeptiker, betont aber, dass man militanten Corona-Verleugnern keine Bühne bieten sollte.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. Januar 2021 (03:17)
Michael Kern hatte einen mittelmäßigen Corona-Verlauf.
privat

Michael Kern hat sich Ende Dezember mit dem Corona-Virus infiziert. Im NÖN-Gespräch erzählt er, wie er die Gefahr durch das Virus einschätzt.

NÖN: Sie haben Corona überwunden. Hat sich dadurch Ihre Einstellung zu diesem Virus verändert?
Michael Kern: Nein. Ich habe das nie locker gesehen. Berufsbedingt durch meinen systemrelevanten Job als Lokführer war ich immer darauf bedacht, sehr vorsichtig zu sein.

Und trotzdem haben Sie sich infiziert. Haben Sie eine Idee, wie das passiert ist?
Nein. Überhaupt nicht. Ende Dezember ist bei mir die Krankheit ausgebrochen. Ich hatte glücklicherweise einen mäßigen Verlauf, nicht zuletzt, weil ich eine gute körperliche Konstitution habe.

Wie haben Sie gemerkt, dass Sie erkrankt sind?
Plötzlich war der Geschmacks- und Geruchssinn weg, Fieber stellte sich ein. Ich habe sofort bei der Hotline 1450 angerufen und einen PCR-Test gemacht.

„Angst ist immer ein schlechter Lebensberater. Eigenverantwortung hingegen ist das Wichtigste.“ Michael Kern

Wie stehen Sie zur Impfung?
Diese macht Sinn und ist meines Erachtens der einzige Weg aus dieser Situation zu kommen.

Sind Corona-Gegner für Sie ein rotes Tuch?
Man sollte differenzieren zwischen militanten Corona-Gegnern, die in ihrer eigenen Welt leben – und Menschen mit einer gewissen Skepsis. Ersteren sollte man keine große Bühne gebe; Skepsis hingegen ist erlaubt.

Haben Sie Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Pandemie?
Angst ist immer ein schlechter Lebensberater. Eigenverantwortung ist das Wichtigste. Wer Eigenverantwortung zeigt, muss nicht zwingend permanent reduziert leben.