Vandalen brachen Skulpturen am Kunstbahnhof Hände ab. Unbekannte Täter ließen am „guten und bösen Politiker“ von Manfred Lasser in Weinburg ihrer Zerstörungswut freien Lauf.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 08. Juli 2020 (06:10)
Künstler Manfred Lasser (l.) und Jürgen Grazzi, Obmann des Kunstbahnhofs Klangen, wollen die demolierten Figuren wieder restaurieren.
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„Vandalismus ist kein Zeichen der Stärke, des Protestes und der Intelligenz, sondern ein Zeugnis der geistigen Armut!“ Da sind sich Künstler Manfred Lasser und Jürgen Grazzi, Obmann des Kunstbahnhofs Klangen, einig.

Vandalen haben hier ihr Unwesen getrieben. „Bei zwei meiner Holzskulpturen wurden drei Hände abgebrochen“, erzählt Lasser. Bereits ein Mal wurde schon eine Hand abgebrochen. Dass sein Werk zerstört wurde, bedauert der Künstler. „Der Schaden beziffert sich nicht nur im materiellen Wert, sondern und dies im Speziellen, in der ideellen Wertschöpfung.“

Die Figuren stellen zwei Politiker dar. „Der eine ist der Gute, der auf sein Volk schaut, der andere der Böse, wo letztlich aufgrund seines Handelns das Volk daran zerbricht“, führt er aus. Vor wenigen Tagen ist den Vereinsmitgliedern der Vandalenakt aufgefallen. Verdächtige Personen hätte man in der letzten Zeit im Bereich des Kunstbahnhofs nicht wahrgenommen.

Es wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Die Ermittlungen laufen. Erst kürzlich wurden in Weinburg auch von einem Fahrzeug, das auf einem Parkplatz abgestellt war, die Kennzeichentafeln gestohlen (die NÖN berichtete in der Printausgabe).

Ob dieser Vorfall mit dem jüngsten Vandalenakt in Verbindung steht, ist noch unklar. Was Lasser sehr begrüßt: „Die Exekutive hat uns zugesichert, im Rahmen des Streifendienstes den Kunstbahnhof vermehrt zu kontrollieren.“ Sein klares Ziel ist, dass hier ein Skulpturenpark entsteht.