Kirchberger Häuserbuch nimmt Form an. Ein Autorenteam arbeitet seit Jahren an der Erfassung von 300 Objekten.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 01. Mai 2021 (03:09)
Michael Flieger und Sabine Mick sind mit der Erfassung von rund 300 Grundstücken und Häusern beschäftigt, ein über tausend Seiten starkes Gesamtwerk soll im Auftrag der Gemeinde entstehen.
Hackner, Hackner

Bereits seit sieben Jahren ist ein Autorenteam in seiner Freizeit mit der Erfassung des umfangreichen Daten- und Fotomateriales beschäftigt. Das Ergebnis der Recherche soll das rund 1.200 Seiten umfassende Kirchberger Häuserbuch sein.

Zirka 300 Häuser – von Bauernhöfen, Betrieben und aus dem Marktbereich – die nach der Erstellung des „Josephinischen Katasters“ um 1780 im ersten staatlichen Grundbuch von den Ortschaften von Kirchberg mit Namen und Hausnummern genannt wurden, werden in das Buch aufgenommen.

„Jeder Band hat rund 300 bis 400 Seiten, sodass das Gesamtwerk des Häuserbuches bis zu 1.200 Seiten umfassen wird.“ Michael Flieger

Als Herausgeber für das Werk fungiert die Marktgemeinde Kirchberg. Bürgermeister Franz Singer: „Wir freuen uns, dass es mit diesem großen Projekt vorangeht. Die Gemeinde unterstützt das Häuserbuch nach besten Kräften. Es wäre schön, wenn wir das Werk im nächsten Jahr gemeinsam präsentieren könnten.“

Als Autoren zur Erfassung des umfangreichen Daten- und Fotomateriales haben sich Michael Flieger, Sabine Mick und Bernhard Gamsjäger zur Verfügung gestellt. Diese werden bei den Erhebungsarbeiten von Michael Gruber und Alt-Bürgermeister Anton Gonaus unterstützt. Michael Flieger und Sabine Mick vom Autorenteam berichten: „Aufgrund der großen Anzahl der zu erfassenden Häuser wird das Häuserbuch in drei Einzelbänden aufgelegt. Jeder Band hat rund 300 bis 400 Seiten, sodass das Gesamtwerk des Häuserbuches bis zu 1.200 Seiten umfassen wird.“

In dem Gesamtwerk kommen viele Häuser vor, die bereits in Schriftstücken des Stiftes Göttweig in den Jahren von 1318 bis 1323 erstmals genannt wurden oder sogar noch ältere Liegenschaften. Manche Häuser gibt es heute gar nicht mehr. Bei jedem Haus wird die Geschichte des jeweiligen Objektes erzählt. Aber auch die Grundbesitzer und deren Angehörige werden bis zum heutigen Tag erfasst. Zudem gibt es besondere Einblicke über die letzten fünfzig Jahres des jeweiligen Hofes oder Hauses. Dabei werden frühere Bezeichnungen auf den heutigen Stand gebracht. Zum Beispiel die Grundgröße hieß früher „Klafter“, jetzt Hektar. Inhalte wurden mit „Eimer“ oder „Metzen“ bemessen, nun Hektoliter. Fotos aus der damaligen Zeit, soweit vorhanden, und Fotoaufnahmen von den jetzigen Besitzern werden in die Beschreibung eingearbeitet.

Zusätzlich gibt es im Häuserbuch eine Ergänzung über die Geschichte, die Besiedelung des Ortes und einen Index zur besseren Auffindung der Häuser. Laptop und Computer sind dabei sehr wichtige Helferlein für das Autorenteam.