Kampf dem Hochwasser im Pielachtal. Die Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal will sich mit Unterstützung von externen Experten vor dem Klimawandel schützen. Start ist für November angesetzt.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 10. September 2020 (02:37)
Die Ortschefs aus Loich, Weinburg und Rabenstein Anton Grubner, Peter Kalteis, Kurt Wittmann, KAM-Managerin Edith Kendler, Hofstetten-Grünaus Vizeortschef Wolfgang Grünbichler, die Bürgermeister aus Kirchberg, Ober-Grafendorf, Frankenfels und Schwarzenbach Franz Singer, Rainer Handlfinger, Heinrich Putzenlechner und Andreas Ganaus (v. l.) besprachen Maßnahmen für ein besseres Wassermanagement im Pielachtal.
C. Janker

Ob Trockenheit, Starkregen oder Hochwasser: Der Klimawandel macht sich auch im Pielachtal immer wieder bemerkbar. „Wir müssen zeitgerecht reagieren“, ist der Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal Kurt Wittmann überzeugt, denn nahezu alle Formen der Folgen des Klimawandels haben direkt oder indirekt mit Wasser zu tun. „Eine wasserreiche Region wie das Pielachtal braucht für eine gute Anpassung eine übergeordnete Leitlinie, die die Bedeutung des Wassers für die Region definiert“, ist er überzeugt.

In der letzten Sitzung der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal wurden im Rahmen des KLAR (Klimawandelanpassungsregion)-Arbeitskreises die nächsten Schritte dazu festgelegt. „Wir wollen die Bedeutung des Klimawandels auf den regionalen Wasserhaushalt erarbeiten und uns ein regionales Leitbild zurechtlegen“, führt er aus. Externe Experten sollen dafür herangezogen werden.

„Eine wasserreiche Region wie das Pielachtal braucht für eine gute Anpassung eine übergeordnete Leitlinie, die die Bedeutung des Wassers für die Region definiert“

„Im Jahresdurchschnitt wird sich in Zeiten des Klimawandels die Regenmenge nur geringfügig ändern. Allerdings wird die Regenhäufigkeit abnehmen, dafür aber die Intensität zunehmen. Die Folge sind lange Trockenperioden und Starkregenereignisse. Starkregenereignisse führen oftmals durch Hangwasser zu Überflutungen im Siedlungsraum“, erklärt KAM-Managerin Edith Kendler und erinnert an bereits vorhandene Schäden in der Region. Sie wird dazu Informations- und Beratungsveranstaltungen für Gemeindemitarbeiter und Bürger organisieren. Start der Workshops ist im November.

Diese regionale Strategie für nachhaltiges Wassermanagement sowie die Informations- und Beratungsveranstaltungen werden durch das Förderprogramm „KLAR-Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ des Klima- und Energiefond finanziert. Rund 110.000 Euro sind für zwei Jahre vorgesehen, davon 8.000 Euro für Wassermanagement, weitere 8.000 für Hangwassermaßnahmen.