Verkehr in Purkersdorf: Gespräch soll Lösung bringen. Wegen vieler Autos in der Franz-Steiner-Gasse wurde eine gemeinsame Begutachtung im Gemeinderat beschlossen.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 02. Juli 2020 (03:50)
Die Gemeinden Purkersdorf und Tullnerbach wollen gemeinsam einen Ausweg für die Anrainer finden.
Monika Närr

Die Verkehrssituation in der Franz-Steiner-Gasse war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Purkersdorf. Wie berichtet, fordern die Anrainer dort ein Durchfahrtsverbot.

Einen entsprechenden Antrag brachte Stadtrat Josef Baum (Liste Baum und Grüne) ein. Darin wird ersucht, dass die Gemeinde Purkersdorf das Gespräch mit der Gemeinde Tullnerbach sucht. „Sollte sich keine einvernehmliche Lösung ergeben, ergreift die Purkersdorf Maßnahmen, die eine vermehrte Durchfahrt mindern sollen“, hieß es im Antrag.

SPÖ-Bürgermeister Stefan Steinbichler informiert, dass ein Ansuchen von 16 Anrainern vorliegt. „Es wohnen aber viel mehr Leute in dieser Gasse“, so Steinbichler. Er fordert, nun herauszufinden, um wie viele Autos es sich tatsächlich handelt. „Es kann nicht nach Befindlichkeiten entschieden werden, wir brauchen Fakten, um richtig bewerten zu können“, erklärt Steinbichler.

Für SPÖ-Vizebürgermeister Viktor Weinzinger ist der Antrag auch zu forsch formuliert: „Das Gespräch mit Tullnerbach zu suchen, finde ich gut. Aber man sollte ihnen nicht gleich die Rute ins Fenster stellen. Das ist für die Gesprächskultur sicher nicht förderlich.“

Kostenlose Beratung vom Land geplant

Als Kompromiss schlug Gemeinderätin Susanne Klinser (Liste Baum und Grüne) vor, eine kostenlose Verkehrsberatung des Landes gemeinsam mit der Gemeinde Tullnerbach in Anspruch zu nehmen. Alle Gemeinderäte stimmten dafür.

Auch der Tullnerbacher Bürgermeister Johann Novomestsky (Liste Novomestsky) hält das für eine gute Idee. „Wir haben unsere Anrainer schon ersucht, nicht durch die Franz Steiner-Gasse zu fahren“, sagt er. Wie berichtet, würden aber auch die Purkersdorfer Anrainer durchs Tullnerbacher Gemeindegebiet fahren. „Unterm Strich wird sich nicht viel ändern. Wo willst du hin mit dem Verkehr?“, fragt sich Novomestsky. Er weist auch darauf hin, dass die Autos bereits gezählt wurden: „Aus beiden Garagen der Wohnungsanlagen fahren in der Früh 28 Autos in zweieinhalb Stunden, diese fahren am Abend auch wieder rein.“